Die Sache mit den Buchverfilmungen

Allein im letzten Jahr gab es unter anderem mit Ready Player One, Mortal Engines, Love, Simon und Der Junge muss an die frische Luft einige Buchverfilmungen in den Kinos. Damit wird es 2019 bunt durch die Genres weitergehen – mit Es: Kapitel 2 bekommt der erfolgreiche Horrorfilm aus dem Jahr 2017 eine Fortsetzung und auch das Jugendbuch After Passion wird auf der Leinwand zu sehen sein. Wieso nimmt (gefühlt) die Anzahl der Adaptionen an? Setzen Filmemacher*innen auf den Bekanntheitsgrad des Werkes? Was macht eine Buchverfilmung aus, welche konnten mich begeistern und welche haben mich enttäuscht zurückgelassen? Darum wird es in dem heutigen Beitrag gehen.

Wenn ich von der angehenden Verfilmung eines von mir geliebten Werkes höre, bin ich von der Neuigkeit hin- und hergerissen. Einerseits freue ich mich darauf, andererseits habe ich Sorge vor der Umsetzung. Wird mit dem Stoff „richtig“ umgegangen, bleiben meine Lieblingszenen erhalten? Ja, wir Buchlieberhaber*innen sind oft die strengsten Kritiker*innen. Wenn wir zufrieden mit dem Film sind, heißt das schon etwas.

Bei vielen beginnt die Enttäuschung schon beim Casting der Darsteller*innen. Wie XY hat blonde statt braune Haare? „XY wurde im Buch aber ganz anders beschrieben! Wieso wird nicht [irgendein*e Lieblingsschauspieler*in einfügen] genommen, der oder die würde viiiiel besser passen!“ Diese, im Vorhinein entstehende Empörung, kann ich oft nicht nach vollziehen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir in den wenigsten Fällen gemerkt habe, wie der*die Protagonist*in aussieht. Dass Harry Potter grüne Augen hat, weiß ich nur, weil es so oft im Buch wiederholt wurde (und wegen den Empörungen, weil der arme Daniel Radcliffe keine Kontaktlinsen verträgt). Aus Die Chroniken der Schattenjäger ist Will Heronalde einer meiner Lieblingsfiguren, dennoch könnte ich nicht sein genaues Aussehen beschreiben. Ich stelle ihn mir im Kopf immer mit dunklen Haaren vor, es könnte aber auch gut sein, dass er blonde Haare hat.

Das ein perfekt übereinstimmendes Aussehen nicht alles ist, wird bei Betrachtung der Serie Shadowhunters deutlich: Katherine McNamara sieht darin aus, wie Clary in Die Chroniken der Schattenjäger beschrieben wird. Dennoch fehlt ihr (zumindest in der ersten Staffel – weiter habe ich die Serie nicht verfolgt) schauspielerisches Talent, um die Rolle glaubwürdig zu verkörpern. Da macht Lily Colins in der Verfilmung aus dem Jahr 2013 einen besseren Job. Jamie Campbell bekam von Seiten der Fans viel „Kritik“, obwohl er die passende arrogante Jace Attitüde verkörperte. Dennoch schaffen beide nicht, einen ansonsten miserablen Film zu tragen.

Gute und schlechte Adaptionen

Beliebt scheint die Verfilmung von Jugendbüchern zu sein, wenn man sich die letzten Jahre anschaut. Oft hatte ich da das Gefühl, dass sich weniger intensiv mit der Vorlage beschäftigt wird und die Verfilmungen eher so lala bis schlecht sind. Vielleicht weil es ja „nur“ Jugendbücher sind?

Wenige Inszenierungen haben es geschafft, mich zu überzeugen. Eine Ausnahme bildete Catching Fire, wo ich sowohl von dem Buch als auch von dem Film beeindruckt war, da er spannend und gut inszeniert ist. Leider bildete dieser eine der wenigen Ausnahmen. Was war das denn bitte mit Eragon und mit Tintenherz? An meine damalige Enttäuschung und Wut über das Ende von Tintenherz erinnere ich mich noch allzu gut. Mein zehnjähriges Ich hätte den Filmemacher*innen am liebsten einen Beschwerdebrief geschrieben und gefragt, was dieses furchtbar unlogische und kitschige Ende sollte, dass jede Fortsetzung unmöglich machte. War das vielleicht der Sinn dahinter?

Komplett misslungen ist auch die Verfilmung des ersten Vampire Academy Bands, Blutschwestern, der schlechteste Film, den ich je im Kino gesehen habe. Ja, ich habe von den schlechten Kritiken gehört und ja, dem Film wurde oft nur ein Punkt gegeben. Dennoch wollte ich mich selbst davon überzeugen. Ich hatte die verzweifelte Hoffnung, dass es vielleicht doch besser ist – leider hatten die Kritiken Recht. Der Film hat sich angefühlt wie eine reine Parodie. Alles war überzogen und lächerlich. Sicherlich, im ersten Band waren noch Teenager-Film-Aspekte vorhanden, dennoch lag darüber ein düsterer Unterton, der übergangen wurde.

Was kennzeichnet eine gelungene Adaption?

Hier sind wir bei einem Aspekt angelangt, den ich persönlich wichtig finde, die Atmosphäre: Die Atmosphäre des Buches sollte meiner Meinung nach auf die Leinwand projiziert werden. Da können Handlungselemente verändert werden, solange es schlüssig bleibt und die Stimmung des Buches mitgenommen wird. Das ist ein Grund, warum ich die Harry Potter Filme liebe. Sicherlich, es gibt einige Änderungen zu der Vorlage, einige Auslassungen, die ich schade finde, dennoch schafft es der Film, die Magie der Vorlage auf die Leinwand zu bringen. Dazu trägt besonders die Musik von John Williams bei. Die Tonlage von der Vorlage wird auch beim Marsianer übernommen. Dort inszeniert Ridley Scott einen packenden Science-Fiction Film, mit Bildern, bei denen ich mich freue, diese auf der Leinwand gesehen zu haben.

Veränderungen, ja oder nein?

Buch und Film sind zwei unterschiedliche Medien, die getrennt voneinander betrachtet werden sollten. Die Verfilmung von Shining des amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrik habe ich direkt nach dem Lesen des Buches gesehen und war daher enttäuscht. Stephen Kings Werk hatte mich komplett begeistert und dann ist bei Kubrik nicht das Haus der Ursprung alles Bösen, sondern Jack Torrance wird zum Oberschurken. Im Buch versucht er noch sich dem Haus zu entziehen, dass aber zu übermächtig ist. Das Haus versucht auch auf die anderen Protagonisten Einfluss zu nehmen, nur sind die weniger anfällig dafür. Zwar ist die filmische Inszenierung gelungen,  dennoch hat mich die oben erläuterte Tatsache gestört. Ein halbes Jahr später habe ich einzelne Filmszenen in einem Uniseminar besprochen, weshalb ich Lust auf Shining bekommen habe. Beim zweiten Mal mochte ich plötzlich den Film, weil ich meine Leserbrille abgenommen habe.

Moderne Popsongs gab es in den 20er Jahren nicht, trotzdem sind sie in der Verfilmung von Der Große Gatsby aus dem Jahr 2013 vorhanden. Eine Sache, die aus filmischer Perspektive gemacht werden kann, ob es einem zusagt, ist Geschmackssache. Dass ein Klassiker aber nicht immer eine Modernisierung benötigt, zeigt die Verfilmung von Macbeth (2015), die den Text von Shakespeare verwendet, was sicherlich nicht die einfachste Sprache ist. Dennoch passt es und wird mit der düsteren Atmosphäre sowie den schönen Bildern zu einem Highlight.

Sollte man, um Enttäuschungen zu vermeiden lieber erst den Film schauen und dann das Buch lesen? Funktioniert das überhaupt? Nehmen die Protagonisten nicht gleich die Gestalt der SchauspielerInnen ein, die Vorstellung wird von der Inszenierung des Films überschattet? Funktioniert es, wenn man die Plot Points und Wendungen schon kennt? Die Fragen könnte man auch umkehren, denn anders herum weiß man auch schon was passieren wird und es geht vielmehr um die Art und Weise wie es umgesetzt wird. Daher lese ich auch gerne mal von einem Film, den ich gut fand, die Vorlage.

Mit den Büchern Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin habe ich erst im Laufe der Serie angefangen. Während das erste Band fast eins zu eins umgesetzt wurde, verändern sich die Wege immer mehr. Daher gab es trotz dem Kennen zentraler Handlungspunkte immer noch Überraschungen und Neues zu entdecken. Stellenweise mochte ich Handlungsstränge in den Büchern mehr und fand es schade, dass diese gestrichen oder mit anderen Figuren zusammengeführt wurden. Bei anderen Handlungssträngen, wie dem vom Brienne, war ich hingegen froh über die Straffung. Als die HBO Serie Game of Thrones die Bücher überholte, merkte man, dass das Fehlen der literarischen Vorlage. Die vorletzte letzte Staffel ist zwar immer noch auf einem hohen Niveau, dennoch lassen sich in Bezug auf die Dramaturgie und der Handlung Abzüge verzeichnen.

Fazit

Sollen wir als Buchleser*innen weniger kritisch mit einer Verfilmung sein? Jein. Das Buch sollte würdevoll umgesetzt werden, nicht wie bei Victor Frankenstein (2015), dessen Regisseur nach eigenen Angaben nichts mit dem Buch anfangen konnte. Dabei geht es nicht um eine Eins-zu-Eins Umsetzung, denn das ist in verschiedenen Medien nicht möglich. Call Me By Your Name endet anders als das Buch und dennoch sind beiden Enden auf ihre Weise perfekt: sie sind perfekt auf das jeweilige Medium abgestimmt. Auch ich neige oft dazu, pingelig und traurig über Änderungen zu sein, da muss ich auch immer erinnern, dass der Film ein eigenständiges Werk ist. Es muss als eigenständiges Werk funktionieren, damit es auch Menschen, die die Vorlage nicht kennen, mitnimmt und für sie verständlich ist. Der Film sollte als eigenständiges Werk funktionieren und dennoch sollte die Vorlage nicht außer Acht gelassen.

Wie seht ihr das? Was kennzeichnet für euch eine gute Verfilmung?
Lest ihr lieber erst das Buch oder schaut ihr euch erst den Film an?
Was sind eurer Ansicht nach die gelungensten Verfilmungen?
Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen 😊

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39 Gedanken zu “Die Sache mit den Buchverfilmungen

  1. Ein wirklich sehr interessanter Blogbeitrag! 😊 Mir gefällt es, wie du einfach deine persönlichen Gedanken niederschreibst, ohne zu diplomatisch zu sein. Denn am Ende des Tages ist es nun mal sehr subjektiv. Ich bin immer ein Mensch, der sehr gut mit Veränderungen klar kommt. Doch erwische ich mich genauso bei Gefühlen der Enttäuschungen. Denn das gleiche gilt auch für Neuverfilmungen, die heutzutage deutliche Änderungen in der Story vornehmen.
    Oftmals hängt eine gelungene Adaption sehr von den Intentionen ab: Ob ein Filmstudio einfach nur Geld verdienen möchte, Änderungen zur Verständlichkeit oder, ob ein Filmregisseur eine gewisse Vision hat. Da ist es nicht überraschend, dass deswegen oft Abweichungen entstehen, weil wir alle unterschiedliche Stellen im Buch oder andere Aspekte große Bedeutung schenken (wie du auch beschreibst), wohingegen ein Regisseur oder Drehbuchautor auf andere Elemente wert liegt.
    Ich denke, das ist ein Thema, wo man ewig diskutieren könnte ☺️😄
    Toller Beitrag ❤️

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  2. Hallo!

    Das ist ein sehr schöner Beitrag, der zum Nachdenken anregt.

    Ich glaube, die Änderungen und Unzufriedenheit bei Fans hat viel mit der eigenen Vorstellungskraft zu tun. Auch wenn in Büchern einiges beschrieben wird, bleibt doch viel der Fantasie der Leser*innen (oder Drehbuchschreiber*innen) überlassen. Zwei Personen können ein und dasselbe Buch ganz anders wahrnehmen und sich z.B. die Charaktere ganz anders vorstellen. Zudem sind manche Bücher gar nicht 1 zu 1 umsetzbar. Ich denke da gerade an große Epen oder Fantasy. Die einen passen aufgrund ihrer Länge vielfach nicht in einen Film, bei den anderen reichen die filmischen Mittel teilweise nicht, alles umzusetzen, auch wenn heutzutage immer mehr möglich ist.

    Insgesamt kann ich deinem Fazit nur zustimmen: Eine Verfilmung muss funktionieren – auch wenn man die Buchgrundlage nicht kennt. Dabei ist es mir egal, ob es kleine Änderungen gibt. Nur mit sogenannten Verfilmungen, die kaum noch etwas mit dem Original zu tun haben, kann ich nicht viel anfangen.

    Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
    Sarah

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    • Danke!!
      Ja da hast du vollkommen Recht, jeder stellt sich Dinge anders vor, daher kann man nie auf den gleichen Nenner kommen.
      Das nicht alles ein zu eins umsetzbar ist, meinte ich auch mit dem Ende von Call me By your Name, da es sich in den Gedanken des Protagonisten abgespielt hat, wäre das so nicht wirklich machbar.
      Das Original sollte noch erkennbar sein, finde ich auch.

      Danke, wünsche ich dir auch 🙂

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  3. „Die Atmosphäre des Buches sollte meiner Meinung nach auf die Leinwand projiziert werden.“
    Das ist für mich eines der wichtigsten Punkte.
    Ich war enttäuscht, dass bei „Die Berufene“ die Hautfarbe geändert wurde. Plötzlich war die schwarze, französische Lehrerin eine weiße blonde Frau und das Kind dunkelhäutig und nicht andersherum. Zwar wurmt mich das immer noch etwas, ABER der Film hat das Feeling des Buches wunderbar umgesetzt!

    Oft versuche ich Bücher nach dem Film zu lesen. Vor allem, wenn ich mehr wissen möchte. Denn selten kann und wird alles filmisch übertragen.
    Allerdings bin ich auch jmd der, wenn er das Buch/Comic gut fand und einen Trailer sieht, der so gar nicht meinen Vorstellungen entspricht, den Film vorerst ablehnt. Ich würde mich innerlich nur ärgern. Deshalb fragt mich mein Freund auch oft, ob ich das Buch kenne oder den Film mitgucken möchte XD

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  4. Toller Beitrag, vielen Dank dafür!

    Früher hatte ich ein ziemliches Problem mit Buchverfilmungen. Immerzu habe ich mich über jede noch so kleine Änderung geärgert und war am Ende wahnsinnig enttäuscht. Heute ist das nicht mehr. Ich habe gelernt, beides getrennt voneinander zu betrachten, wodurch die Frustration weniger und die Freunde mehr wurde. Außer bei „Chroniken der Unterwelt“, da war die Besetzung einfach so grausam, dass ich das nicht ignorieren konnte. Zum Glück haben die Serienmacher da ein besseres Händchen bewiesen.

    Auf „After Passion“ freue ich mich übrigens. Die Bücher fand ich absolut grauenhaft, aber der Trailer sieht so aus, als könnten die Filmemacher da etwas zusammengezaubert haben, das mir gefallen könnte!

    Ganz liebe Grüße,
    Maike

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    • Ich war auch früher viel pingeliger und jede kleine Änderung war ein absolutes No-Go. Gut, dass man sich weiterentwickelt 🙂

      Die Bücher haben mich nie angesprochen, daher habe ich mir bisher auch noch nicht den Trailer angeschaut , werde ich mal nachholen 🙂

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  5. Ein ganz toller Beitrag meine Liebe :). Ich finde übrigens Catching Fire auch super inszeniert, schon das Buch war mein Liebling und der Film ist in meinen Augen auch der Beste Teil der Reihe, da passte einfach alles.

    Aber kommen wir erstmal zum Beliebten Meckern über das Casting. Ich finde das ja unfassbar nervend. Erstens: Man hat besagten Schauspieler ja noch gar nicht in der Rolle gesehen, wie will man also beurteilen, ob er nicht passt? Optisch kann man ja noch einiges anfangen. Bei Kat McNamara sind die Haare ja gefährt, die sind ja im echten Leben Blond. Wenn jemand Kontaktlinsen verträg lässt sich ja auch so ein Detail wie die Augenfarbe anpassen. Da ist also immer noch Raum für Veränderung gegeben, sodass man bestimmte Dinge anpassen kann. Natalie Dormer ist ja beispielsweise auch Bond, hat sich aber ihre Haare braun gefärbt, weil Anne Boleyn dunkelhaarig ist. Für sie kam es gar nicht in Frage sie mit blonden Haaren zu spielen, was die Produzenten ja erst wollten. Sie hat das dann auf eigene Faust gemacht, kam so zum Set und der Ausstrahlung der Figur hat das gut getan, da sie so halt auch zu den Beschreibungen gepasst hat. Sieht man erstmal ein Bild von ihr mit blonden Haaren, wird ja gleich der Ruf laut, dass das nicht passt. Am Ende hat sie die bisher beste Darstellung der historischen Person abgeliefert, da kam bisher auch niemand anderes ran. Weil alles passte, vor allem auch ihr Auftreten. Und auch wenn die Optik am Ende nicht 1-zu-1 passt, viel wichtig ist doch das man die Figur glaubhaft spielen kann sowie ihre Auftreten, ihr Verhalten usw. richtig zum Leben zu erwecken. Das Schauspielerische Talent sollte da immer Vorrang haben. Zweitens: vergessen viele das so ein Castingprozess ja auch ne komplizierte Sache ist. Klar gibt es Schauspieler/innen, die sind vielleicht nicht nur die Wunschkandidaten von Fans, sondern auch der Produzenten, aber nicht immer sin die verfügbar. Und wenn man ein offenes Casting dabei ist, muss halt auch die passende Person dabei sein, wo beides zutrifft Aussehen und Talent.

    Was Änderungen betrifft: Ich finde es auch wichtiger, dass man die Atmosphäre eines Buches auf die Leinwand packt. Änderungen sind bei vielen Büchern halt unerlässlich, weil Film und Bücher unterschiedliche Medien sind. Schon die Laufzeit bedingt dass gewisse Sache rausgelassen werden. Bei Harry Potter hat man finde ich alles wichtige drinnen, damit auch Nicht-Buch-Leser die Geschichte verstehen und darauf kommt es doch am Ende an. Solange die Schlüsselszenen vorhanden sind, passt bei mir alles. Übrigens finde ich das es da noch einmal einen unterschied zwischen Film / Serie gibt. Bei Filmen habe ich das Gefühl, dass man schärfer Änderungen kritisiert, während Serien ja oft komplett von der Vorlage abweichen, aber trotzdem auch von Buchfans gefeiert wird. Wsl weil man hier eine längere Laufzeit hat und so ebenfalls noch überrascht wird von Cliffhanger und Staffelnfinalen. Nehmen wir mal Pretty Little Liars oder Vampire Diaries, die haben beide nicht mehr viel mit den Buchvorlagen gemein und lösen sich recht flott von ihnen. Gestört hat das aber niemanden groß.

    Zu meinen liebsten Buchverfilmungen gehören übrigens folgende Werke: Outlander (da bleibt man halt echt nahe am Buch, was ich hier wiederum aufgrund des Genres und der historischen Timeline wichtig finde), Gone Girl (dürfte dich nicht überraschen), Harry Potter, Love Rosie, die Dan Brown Verfilmungen, die ersten zwei Panem Filme (bei den letzten macht die Teilung es kaputt), Rizzoli & Isles ( auch wenn man da von der Vorlage abweicht, aber mir gefallen beide medien), Vampire Diares und Pretty Little Liars (wo mir die Serien besser als die Vorlagen gefallen haben). Abseits davon gibt es aber auch einige Flops wie Friedhof der Kuscheltiere (hat es gar nicht geschafft die Essenz des Buches und die Charaktere zu erfassen, deshalb freue ich mich auf den zweiten Versuch), Die Bestimmung, die letzten beiden Panem Filme, PS Ich liebe dich usw.

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    • Dankeschön für dein liebes Kommentar. Oh ja das wäre super Nadine, wollte dich eh deshalb noch anschreiben, weil ich gelesen hatte, dass du sie wieder besuchen wirst :). Für mich wäre Leipzig auch zu weit weg, da müsste ich auch übernachten und das kann ich mir aktuell nicht leisten.

      Ich mochte Dan ja auch, deshalb bin ich auch kein Fan des Finales und denke mir die letzten Minuten der Folge einfach weg xD. Auf deine Meinung zu YOU bin ich soo gespannt, wie gesagt die Serie ist definitiv Geschmackssache, ich würde dir aber trotzdem raten mal 2-3 Folgen zu schauen, denn ich brauchte auch etwas bis ich in den Erzählstil reingekommen bin, aber als ich dann drinnen war, habe ich die Serie sehr genossen und bin noch jetzt froh sie beendet zu haben.

      Also ich finde bei den Oscars kann man sich kaum über die Nominierungen aufregen, denn diesmal hat man ja wirklich auch auf Diversität geachtet und das gefällt mir. Sicherlich ist wieder der eine oder andere Film dabei oder auch Darsteller, dem hätte man es gegönnt, aber ich denke da gab es in den letzten Jahren schon extremere Fällen, wo ich mir gedacht habe, na dann ist jetzt aber unfair.

      Also ich muss gestehen, dass ich froh war das Buch vor dem Film gelesen zu haben, weil es halt doch ein anderes Leseerlebnis geworden wäre, wenn ich den Twist schon gekannt hätte. Ich glaube dann hinterlässt das Buch weniger Eindruck. Klar der Schreibstil ist immer noch ungewohnt, auch die Zeichnung der Figuren, aber der Twist hat das halt alles so besonders gemacht. Und der Film bleibt halt auch echt nah an der Vorlage, sodass man die Handlung eigentlich auch schon komplett kennt.

      Das ist ja schade, dass sich der Trip verschiebt, aber Vorfreude ist ja auch immer ne schöne Sache ;).

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  6. Vielen Dank für deinen lieben & ausführlichen Kommentar!

    Ja da hast du Rech mit, schauspielerisches Talent sollte Vorhang haben und ja Casting sind eine komplexe Sache, da kann es auch sein, dass die perfekte Besetzung zurzeit einen anderen Film dreht.

    Mit dem ersten Teil von Vampire Diaries habe ich angefangen, aber abgebrochen, da ist Elena so eine furchtbare arrogante Zicke ist und ich mit dem Buch nicht warm geworden
    bin. Pll habe ich nie gelesen.

    Bei Outlander bin ich noch auf das Buch gespannt. Love Rosie fand ich erst ganz gut, nachdem ich das Buch gelesen habe & noch einmal gesehen habe, fiel meine Begeisterung geringer aus, aber liebe auch die Vorlage. War erst einmal skeptisch ob ein Werk nur aus E-Mails und Briefen funktioniert und war positiv überrascht.

    Ja in Leipzig müsste ich auch übernachten, da ist Frankfurt einfach praktischer.

    Oh ja dieses Ende von Gossip Girl. Wenn man die Serie nochmal ansieht, fällt es einfach so auf das es nicht passt und das die Macher selbst keinen Plan hatten.
    Mit You habe ich jetzt angefangen und bin gespannt wie das Thema Stalking dort umgesetzt wird.

    Ja das stimmt 🙂

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  9. Hi Nadine,
    Der Marsianer und Harry Potter gehören auch zu meinen liebsten Verfilmungen. Heute noch kann ich mir beides ansehen und bin immer wieder begeistert davon.
    Ich verstehe aber auch die Sorge die wir Buchblogger/innen haben, wenn ein geliebtes Buch verfilmt werden soll.
    Ich wäre einfach nur hin und hergerissen ob ich den Film sehen wollen würde oder nicht.

    Liebe Grüße
    Lilly

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  10. Huhu,

    puh, die Fragen sind schon schwer. Lese ich erst das Buch oder schau ich erst die Verfilmung? Ich würde sagen, das kommt ganz darauf an. Bei Panem hab ich erst die Filme gesehen. Und obwohl die Bücher etwas anders sind, finde ich beides etwa gleich gut – und hab die Bücher trotz sehr hoher Wertung meinerseits weitergegeben, weil mir da die Filme auf Dauer reichen.
    Die Bücher, auf denen GoT aufbaut, habe ich wiederum noch nicht mal angefangen. Das sind solche unglaublichen Wälzer und immer noch sind nicht alle Bände draußen. Das schreckt mich einfach ab. Ich mag Reihen generell schon ungern, aber wenn sie dann noch nicht mal abgeschlossen sind? Dann ziehe ich die leichte Kost auf dem Bildschirm klar vor.

    Bei Klassikern wiederum versuche ich, erst die Bücher zu lesen. Was dazu geführt hat, dass ich von Stolz und Vorurteil IMMER noch nicht die Version mit Colin Firth kenne, weil Amazon das doch echt in der einen Woche, die ich daran gelesen habe, aus dem Prime Video-Programm genommen und seit dem nicht mehr hinzugefügt hat.

    Beste Adaptionen sind für mich übrigens Mara und der Feuerbringer, Herr der Ringe (auch wenn mir Tom Bombadil fehlt) und Sense and Sensibility mit Alan Rickman, Emma Thompson und Co.

    Bis auf Eragon und Hobbit fand ich bisher aber noch keine ganz furchtbar. Bei Tintenherz hat mich das Ende schon geärgert, aber da das vor der großen Zeit der Trilogien war, konnte ich es verstehen. Und ansonsten genieße ich den Film. (Aber ich hab auch das Glück, alle drei Theaterstücke gesehen zu haben, so dass ich mich nicht fühle, als hätte man mir was weggenommen. Ich hab ja schon gesehen, wie alle Bücher der Reihe umgesetzt wurden, daher komm ich damit klar, das nicht noch mal auf der Leinwand zu erleben.)

    Deinen Eindruck der eher lieblos umgesetzten Jugendbücher teile ich aber auch. Gut, ich habe davon nur wenige Filme gesehen, aber irgendwie scheinen die alle gleich zu sein. (Was wohl daran liegt, dass für mich auch Jugendbücher selbst mittlerweile austauschbar sind, weil sie immer gleich von unreifen Nervensägen erzählen, statt von sich normal verhaltenden Teens.) Aber ich sehe halt, dass, außer Thrillern, nur sie in den Listen neuer Buchadaptionen auftauchen. Nie die Fantasys, SciFis, …, die ich unbedingt verfilmt sehen wollen würde. Die Filmbranche scheint sich nur noch darum zu drehen, und wenn wir uns ansehen, wie viele davon dann auch noch floppen …? Naja, gut setzen sie die Bücher offenbar leider nicht um. Schade, immerhin würde das den Markt für mehr Adaptionen ebnen – und somit auch endlich für die, die ich sehen will.

    LG
    Taaya

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  11. Interessante Überlegungen. Ich gehe Verfilmungen meist eher aus dem Weg, zum einen weil ich generell nur sehr wenige Filme schaue, zum anderen weil ich fast immer schon überall enttäuschte Meinungen höre, bevor ich überhaupt die Gelegenheit hätte. Deine Überlegung, dass man sich bei Jugendbüchern weniger Mühe gibt, finde ich interessant und das klingt absolut plausibel. Ob man sich denkt, dass Teenager ohnehin keine hohen Ansprüche haben? Oder wegen der fehlenden Kaufkraft das Budget so niedrig gesetzt wird, dass daraus gar kein guter Film entstehen kann? Keine Ahnung. Ich finde, man sollte es aber lieber ganz lassen, als halbherzig etwas zu produzieren, womit nachher niemand glücklich ist.
    Harry Potter ist allerdings wirklich ein sehr gelungenes Beispiel, genau wie Game of Thrones. Bei letzterem ist allerdings auch wichtig, dass es als Serie umgesetzt wurde, als Film hätte das nämlich absolut nicht funktioniert. Vielleicht ist bei einigen anderen Verfilmungen auch das Problem, dass das falsche Medium gewählt wurde?

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  12. Toller Beitrag. Ich muss gestehen, dass ich auch immer total hin- und hergerissen bin, wenn es um Verfilmungen geht. Besonders wenn es meine Lieblingswerke betrifft. Aktuell wurde bekannt gegeben, dass die Flüsse von London-Reihe, die Ben Aaronovitch geschrieben hat, verfilmt werden soll. Das einzig beruhigende für mich daran ist, dass diejenigen, die sich die Filmrechte gesichert haben, solche Nerds sind wie wir, die wissen, worauf es ankommt. Für mich sind viele Details in Büchern wichtig und ich find es immer traurig, wenn diese kleinen Details bei einer Verfilmung weggelassen werden, weil sie eigentlich nichts wichtiges zur Handlung beitragen. Dabei sind sie genau das, was für mich ein Buch oder eine Reihe erst ausmacht und dem ganzen eine Seele verleiht.

    Von mir aus kann ruhig alles verfilmt werden, nur anschauen werde ich es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nie.

    LG
    Grit

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  13. Huhu!

    Ein wahnsinnig toller Beitrag! ❤
    Vermutlich geht man gerade als Buchnerd mit ziemlich hohen Erwartungen an die Verfilmungen von Herzensbüchern. Ich habe mich damals wahnsinnig gefreut, als 'Shadowhunters' endlich verfilmt wurde. Vor dem Bildschirm allerdings, habe ich eine mittlere Krise bekommen. Bei 'Vampire Academy' ging es mir genauso. Die Bücher sind ganz große Liebe, aber die Filme? Halleluja.

    Es gibt allerdings auch Buchverfilmungen, von denen kenne ich die Bücher nicht. Beispielsweise die Verlfimungen der Sparks Bücher. Ich finde die Filme wahnsinnig gut. Wurde die Idee und die Stimmung übernommen? Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Bei manchen Filmen – wie 'Mortal Engines' – habe ich erst das Buch gelesen. Und direkt danach den Film geschaut. Großer Fehler. Vermutlich würde ich jetzt alles etwas anders sehen. Doch direkt danach? Keine gute Idee, meiner Meinung nach.
    Doch es gibt eben Filme, von denen ich weiß, dass es ein Buch dazu gibt und es ist mir dezent egal. Denn in dem Moment geht es mir um den Film. Und genau das zu trennen, wenn man den einen Teil schon kennt, ist alles andere als einfach. Weniger kritisch zu sein – oder besser gesagt, offener zu sein –, ist wirklich kompliziert.

    Ich muss auch sagen, dass ich beim Cast immer sehr offen bin, da ich mich meist auch nicht hundertprozentig an das Aussehen der Charaktere erinnere. Ich bin meist froh, wenn ich noch ungefähr weiß, worum es im Buch ging. 😀
    Aber die Kritik und der Shitstorm, der so manches Mal durch die Social Media tobt, wenn eine Verfilmung eines Buches bevorsteht, ist echt krass. Da würde ich mich am liebsten irgendwo verkriechen vor lauter fremdschämen …

    Ich bin genau wie du der Meinung, dass das wichtigste an einer Verfilmung das Einfangen der Stimmung ist. Und die Änderungen sollten in sich einfach stimmig sein. Man kann eben nicht immer alles eins zu eins umsetzen. Weil es sich nicht verkauft. Weil es nicht geht. Warum auch immer. Aber der Tenor sollte einfach der gleiche bleiben. Alles andere ist Interpretationssache. Oder?

    Liebste Grüße
    Wiebi

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    • Danke für das Kompliment! Oh ja Vampire Academy, dieses Trauma verfolgt mich immer noch. Sehe ich auch so, vor allem muss der Film auch für die Nicht-Buchleser funktionieren, denn wie du auch geschrieben hast, man hat nicht zu jedem Film das Buch vorher gelesen 🙂

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  14. Also wenn möglich lese ich schon erst das Buch bevor ich den Film sehe, aber es kam auch schon mal vor das ich einen Film gesehen habe ohne das ich wusste das es eine Vorlage gibt. Oder wie bei den Verfilmungen zu „Die Bestimmung“, die habe ich einfach so gesehen….wer weiß wann ich mal die Bücher lese.

    Mir ist wichtig das das Buch wirklich als Vorlage genutzt wird, aber es muss nicht 1:1 umgesetzt werden.

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    • So geht es bei mir mit der Bücherdiebin, ich will erst das Buch lesen, aber das dauert zurzeit so, daher habe ich den Film immer noch nicht gesehen 😀 Wobei es auch passieren kann, dass ich nach einem Buch keine Lust auf die Verfilmung habe, so ging es mir bei Das Parfüm, wo ich das Buch großartig fand und dachte, dass der Film niemals meine Erwartungen erfüllen kann.

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  15. Durch deine Fragen am Ende ist es für mich sehr leicht auf deinen Beitrag zu antworten, haha.
    Wie seht ihr das? Was kennzeichnet für euch eine gute Verfilmung? Für mich ist es wichtig, dass sich die Filmemacher an die Handlung des Buches halten und der Film nicht unlogisch wird, weil wichtige Szenen herausgeschnitten werden. Schlimm fände ich es auch, wenn sie einen ersten Film machen, merken das es gut ist und der zweite gedreht wird, aber dann erkennt man, dass nun Logikfehler im ersten auftauchen, weil Dinge verändert wurden, weil man nicht mit dem Erfolg des Filmes gerechnet hat.
    Lest ihr lieber erst das Buch oder schaut ihr euch erst den Film an? Ich lese meistens erst das Buch, aber das hat nichts mit lieber zu tun, sondern einfach mit Timing, haha. Meist lese ich ein Buch und finde dann heraus, dass eine Verfilmung in Planung ist.
    Was sind eurer Ansicht nach die gelungensten Verfilmungen?
    Catching Fire fand ich auch einfach nur großartig und dann die Game of Thrones Reihe, Love Simon und Stolz und Vorurteil. Spontan fällt mir ansonsten leider nicht noch ein Film ein.
    Alles Liebe
    Julia♥

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    • Logikfehler sind bei Buchverfilmungen ja teilweise ja schon so ne Sache. Besonders wenn Erklärungen heraus gelassen bzw. gekürzt werden. Catching Fire liebe ich auch als Film, einfach extrem gut inszeniert. Bei Stolz und Vorurteil mag ich lieber die Serie 🙂

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  16. Huhu 🙂
    was für ein toller Beitrag! Dass man Verfilmungen und Bücher als unterschiedliche Medien ansehen muss ist einerseits klar, andererseits aber trotzdem nicht immer leicht zu akzeptieren. Wie gern würden wir doch unsere Lieblingsbücher 1 zu 1 umgesetzt sehen, genauso wie wir sie uns vorgestellt haben? Dass das nicht möglich ist, ist klar. Und dass Bücher andere Möglichkeiten schaffen als FIlme und Serien ebenfalls. Aber trotzdem ist es schwer, alles losgelöst voneinander zu betrachten.
    Ich sehe oft zuerst den Film, weil ich meistens nicht weiß, dass er auf einem Buch basiert. Wenn ich dann doch mal beides kenne, ist, wie du gesgat hast, vor allem die Atmosphäre wichtig. Aus diesem Grund ist Stolz und Vorurteil von 2005 einer meiner Lieblingsfilme. Da wurde einfach so viel richtig gemacht, angefangen von der Besetzung, über die Musik bis hin zur Kamera. Da stimmt einfach alles. Ich liebe auch die Herr der Ringe Verfilmungen, obwohl sie sich teilweise doch stark von den Büchern unterscheiden. Trotzdem wurde auch hier meiner Meinung nach einfach so viel richtig gemacht und man merkt einfach die Liebe, die in der gesamten Reihe steckt 🙂

    Liebe Grüße
    Kat

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  17. Hey 🙂
    Ein sehr tolle Beitrag und es war interessant, deine Meinung zu Buchverfilmungen zu erfahren.
    Ich kann dich in vielen Punkten definitiv verstehen, wobei ich selber seit einer Weile versuche, Bücher und deren Verfilmungen zu trennen. So habe ich mir tatsächlich schon die ein oder andere Enttäuschung erspart. Verfilmungen sehe ich auch häufig als eine Interpretation des Produzenten und der Produktionsfirma an.
    Ich muss ja auch gestehen, dass ich den Vampire Academy Film ganz gerne mag, wenn ich ausblende, dass ich die Bücher absolut liebe und wenn ich ihn mir als Comedy vorstelle. Ohne nachzudenken kann der Film wirkich viel Spaß machen. Ich glaube aber auch, dass es für den Film tödlich war, dass die Produzenten von Mean Girls an dem Film beteiligt waren. Man hat es einfach gemerkt, dass das Steckenpferd der Produzenten scheinbar Comedy ist.

    Liebe Grüße
    Isabell

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  18. Wow, ich bin gerade sehr begeistert von deinem Beitrag und kann dir in vielen Punkten nur zustimmen. Was hat man sich bitte bei dieser Eragon-Verfilmung gedacht?
    Meine Lieblingsverfilmungen sind Harry Potter und Ein ganzes halbes Jahr. Bei dem zweiten Titel habe ich mich zum ersten mal auch vor dem Film mit dem Cast auseinander gesetzt, allerdings war ich von der Besetzung sehr begeistert und ich finde, sie haben es auch perfekt umgesetzt. Natürlich wurde er nicht 1:1 verfilmt, aber die Grundstimmung passt und ich denke die Gedanken und Gefühle der Figuren wurden wundervoll eingefangen.

    Generell freue ich mich immer, wenn Bücher, die mir gefallen haben, verfilmt werden und versuche unvoreingenommen da heran zu gehen, da es, wie du schon sagst, zwei verschiedene Medien sind. Ob mir das immer so gelingt, ist natürlich fraglich, aber ich versuche es immerhin. 😀

    Liebst,
    Rika

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  19. Hallöchen! 🙂
    Ich fand deinen Artikel wirklich sehr gelungen und kann dir in vielen Punkten einfach nur zustimmen. Aber 😀 Ich bin leider auch eine von denen, die mitunter sehr kritisch mit der Verfilmung umgeht – zumindest bei Liblingsbüchern. Was hab ich gebibbert und gebetet, als Der Dunkle Turm von Stephen King in die Kinos kommen sollte. Und wie groß war die Enttäuschung, als aus dem verknitterten Westernhelden, der mich seit so vielen Jahren begleitet, plötzlich ein durchtrainierter Mann ohne die Kanoniersblauen Augen wurde (Von der Hautfarbe mal ganz abgesehen, das war einfach nicht Roland Deschain, sorry.) Von daher kann ich es auch nachvollziehen, dass einen das dann aufregt.
    ABer dennoch bin ich immer wieder aufs neue gespannt, was die Filmemacher aus literarischen Vorlagen zaubern.

    Liebe Grüße!
    Gabriela
    #litnetzwerk

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  20. Hallo liebe Nadine,

    was für ein gelungener Beitrag – vielen Dank dafür! Ich habe mir in letzter Zeit auch schon des öfteren die Frage gestellt warum sich die Literaturverfilmungen immer mehr anhäufen und denke tatsächlich das die Filmmacher auf den Bekanntheitsgrad setzten oder vielleicht sogar selbst davon träumen ihre Lieblingsgeschichten auf die Leinwand zu bringen.

    Was kennzeichnet für euch eine gute Verfilmung?
    Hauptsache ist für mich, dass der Film die Atmosphäre des Buches einfängt und die wichtigsten Plotbestandteile aufgreift.

    Lest ihr lieber erst das Buch oder schaut ihr euch erst den Film an?
    Normalerweise lese ich zuerst das Buch bevor ich mir den Film ansehe. Aber diese Regel halte ich nicht immer strikt ein. Eigentlich ist es auch nicht so wichtig für mich was ich mir zuerst zu Gemüte führe. Ich versuche immer das Buch vom Film zu trennen.

    Was sind eurer Ansicht nach die gelungensten Verfilmungen?
    Der Herr der Ringe und Der Hobbit
    Stolz und Vorurteil (die Fassung von 1995)
    Harry Potter
    Tribute von Panem

    Meine Flops sind…
    Der goldene Kompass
    Tintenherz

    Liebe Grüße
    Bella
    #litnetzwerk

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  21. Hallo!

    Toller Beitrag und ich kann dir in vielen Punkten zustimmen.
    Und kein so leichtes Thema, oft führen Verfilmungen (egal ob Serie oder Film), dass Menschen zu Bücher greifen, was mich immer freut.
    An sich freue ich mich immer, wenn es eine Verfilmung gibt, aber wenn grundlegendes verändert wird, wie die Hautfarbe um Diversity einzubringen, ärgert mich das. Nichts gegen Diversity, es ist das aufzwingen davon was mich stört.

    Ich mag es auch mehr, wenn man aus einem Buch eine Serie macht. Da habe ich viel öfters das Gefühl, dass die Geschichte eins zu eins übernommen wird und nicht versucht wird in zwei Stunden gequetscht zu werden. 😀

    Viele liebe Grüße
    Ani

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  22. Hey ho,
    vielen Dank für Deinen spannenden und ausführlichen Beitrag. Ende Mai werden wir beim Bücherstammtisch auch über das Thema „Buchverfilmngen“ sprechen und deswegen hat mich Dein Artikel besonders interessiert.

    Was die Sache mit der Besetzung bei Filmen betrift, verhält es sich für mich etwas schwierig: Ich finde nicht, dass die Schauspieler*innen 1:1 so aussehen müssen, wie die Charaktere im Buch beschrieben sind. (Übrigens finde ich es sehr interessant, dass Du Dir gar nicht so viel aus dem Aussehen der Charaktere in Büchern machst. Ich bin gerade in der Endphase der Überarbeitung meines Romanes und mir ist aufgefallen, dass ich das Aussehen der charaktere gar nicht ausführlich beschriebe und da hab ich mich gefragt, ob das „schlimm“ ist). Wichtig ist mir bei Schauspieler*innen vor allem, dass die Rolle gut dargestellt werden kann. Und mal ehrlich: Mir ist es lieber, ein/e Schauspieler*in sieht völlig anders aus, als die Charaktervorlage, spielt dafür gut und muss dafür nicht tausend „optische“ Änderungen über sich ergehen lassen nur damit die Rolle passt.
    Allerdings gibt es dann auch Schauspieler*innen, die ich gerne auf der Leinwand sehe. Dennoch ist mir bewusst, dass diese Darsteller*innen eben nicht für alle Rollen geeignet sind. Deswegen habe ich oft gar keine konkreten Vorstellungen, welche/r Schauspieler*in für welche Rolle geeignet ist.

    Atmosphärisch sehr stark fand ich die Verfilmungen von „Die Tribute von Panem“. Ich hab es ehrlich gesagt nicht ausgehalten, die Filme zu schauen, weil die Atmosphäre düster und grausam war und für mich somit noch fast etwas bedrohlicher, als in den Büchern dargestellt.
    Von „Tintenherz“ war ich wirklich enttäuscht. Hollywood hin oder her aber die Verfilmung wr echt nicht gut. Da sind die Verfilmungen von „Die wilden Hühner“ um einiges besser und das obwohl dem ersten Film die Inhalte aller Bände durcheinander gewürfelt wurden. Das Einzige, was ich bei „Tintenherz“ faszinierend fand war, dass Mo genauso besetzt wurde, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

    Was die „Harry Potter“ Filme betrifft: Ich finde es unglaublich schade, dass die Filme immer dunkler werden. Natürlich trifft das auch auf die Bücher zu. Allerdings gab es in den Büchern in jedem Band noch „magische“ oder „lustige“ Momente, die etwas Ablenkung von Voldemort gebracht haben. Und das geht in den Filmen etwas unter.

    Positiv überrascht war ich von der Verfilmung von „Der Junge muss an die frische Luft“. Hier hab ich zuerst den Film gesehen und anschließend das Hörbuch gehört. Beides ergänzt sich sehr gut. Während im Film manche Sachen angedeutet werden, bezieht Hape Kerkeling in dem Buch ganz klar Stellung dazu.

    Und jetzt glaube ich, dass ich eine der obigen Fragen vergessen habe, zu beantworten. Aber da mein Kommentar gefühlt schon so lang ist, komme ich jetzt zum Ende :-).

    Ich wünsche Dir noc ein schönes Wochenende,

    viele Grüße

    Emma

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  23. Interessanter Beitrag! Literaturverfilmungen sind echt immer so eine Sache. Grundsätzlich geht es mir auch darum, dass die Stimmung, die Charakterzüge der Figuren und die ‚Botschaft‘ der Story richtig eingefangen wird. Teilweise freue ich mich sogar über Änderungen, weil der Film für mich dann viel spannender ist, als wenn er 1:1 der Handlung folgen würde, die ich aus dem Buch schon kenne.

    Manchmal hilft es wirklich, den Film zuerst gesehen zu haben. Eine Freundin hat mich damals in Eragon geschleppt, es war mein erster Fantasyfilm mit Drachen & Co. Ich war so begeistert, dass ich danach gleich die Bücher gelesen habe und das war der Beginn meiner Fantasyphase. Rückblickend kann ich natürlich sehen, wie der Film seinen Vorlagen überhaupt nicht gerecht wird.

    Liebe #litnetzwerk-Grüße
    Sabrina

    Gefällt 1 Person

  24. Liebe Nadine

    Ich mag Buchverfilmungen sehr gerne. Klar gibt es einige sehr schlechte. Aber das sind meiner Meinung nach dann nicht nur schlechte Adaptionen, sondern oftmals auch einfach schlechte Filme.

    Was ich total lustig finde, dass ich bei meinem Lieblingsbuch “The Help“ zuerst den Film gesehen habe, der mich schon total mitgenommen hat & ich erst dann das Buch gelesen habe (emotional dann echt richtig mitgerissen wurde) und bis heute den Film fast genauso liebe wie das Buch.

    Danke für den unterhaltsamen Beitrag. Ich lese mich gerade noch bisschen durch die Kommentare & finde es total spannend.

    Herzlich

    #Litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

  25. Liebe Nadine,
    Buchverfilmungen sind echt immer so eine Sache. Ich glaube ich schaue gar nicht mal soo viele, aber das liegt daran, dass ich allgemein recht wenig Filme gucke. Ich versuche meist einfach Buch und Film getrennt zu betrachten, weil es einfach unterschiedliche Medien sind und einige Dinge im Film einfach anders sein müssen, damit das Buch quasi als Film funktioniert. Aber dann gibt es so Sachen wie die Shadowhunters Serie, wo man sich echt fragt wer sich diesen Plot ausgedacht hat und warum man sich nicht wenigstens ein klitzekleines bisschen mehr an die Bücher gehalten hat? Ich erwarte keine eins zu eins Umsetzung bei einer Verfilmung, aber ich möchte eben auch nicht den Film gucken und mir denken: Okay, die Charaktere heißen gleich, aber was zur Hölle war das für eine Handlung?? Zu große Änderungen gefallen mir meist nicht, wie bei Percy Jackson, wo sich ein paar zu viele Freiheiten genommen wurden, aber so lange der Film versucht einigermaßen das Gefühl der Geschichte einzufangen und die Charaktere ordentlich porträtiert werden und nicht jemand völlig anderes sind charakterlich habe ich eigentlich keine allzu hohen Erwartungen an Verfilmungen.

    Liebe Grüße,
    Katharina
    #litnetzwerk

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  26. Hallo Nadine,

    ich schaue mir sehr selten Buchverfilmungen an bzw. kenne auch die Buchvorlage. Das liegt unter anderem an meinem Lesegeschmack der letzten Jahre, da wird (bisher) nicht viel von verfilmt. Aber auch früher hat es mich weniger gestört, ob die Schauspieler genauso wie die Buchfiguren aussehen. Natürlich sind Änderungen an der Handlung möglich und manchmal auch nötig, da Film eben ein anderes Medium als Bücher ist. Mir ist es jedoch vor allem wichtig, dass die Essenz des Buches erhalten bleibt. Deswegen kann ich eine Verfilmung trotz formaler Nähe zum Buch misslungen finden und eine recht freie Verfilmung recht gelungen.

    Viele Grüße
    Elena

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  27. Hey,

    immer wieder ein spannendes Thema. ^^
    Ich persönlich boykottiere für die meiste Zeit Buchverfilmungen. Der ausschlaggebende Hauptgrund ist dabei, dass ich mir meine eigene Version und Vorstellung, die durch so eine visuelle Darstellung zwangsläufig beeinflusst und verändert würde, beibehalten möchte. Außerdem neige ich dazu, viel zu kritisch zu sein („das war im Buch aber anders und viiiiel besser!“), auch wenn ich mittlerweile auch der Meinung bin, dass man einen Unterschied zwischen Buch und Film machen muss. Denn im Endeffekt kann die Geschichte nie 1:1 verfilmt werden, sondern es handelt sich immer um eine Adaption. Zudem ist ein Film auch ein komplett anderes Medium als ein Buch, mit anderen Regeln, in dem Dinge anders funktionieren. Wobei ich natürlich immer dafür wäre, möglichst nahe an der Originalhandlung zu bleiben. ^^
    Ich glaube nicht, dass die Zahl der Buchverfilmungen wirklich zugenommen hat – ich bin immer wieder überrascht, wie viele Filme doch auf Büchern basieren. ^^

    Liebe Grüße
    Dana

    Gefällt 1 Person

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