Media Monday #398 mit unter anderem You – Du wirst mich lieben und Bohemian Rapsody

Wieder einmal starte ich in die Woche mit dem Lückentext von Wulf.
In der vergangenen Woche ging es mit einem Praktikum für mich los, welches mir bisher ganz gut gefällt. Ich bin positiv dort aufgenommen worden und es gibt immer etwas für mich zu tun. Das Nervigste an Praktika ist für mich immer, wenn ich mich langweile. Ich brauche einfach eine Beschäftigung. In der Schule saß ich nur gelangweilt hinten im Raum und beim Abenteuerspielplatz letztes Jahr waren oft nur wenige Kinder da. Das sieht jetzt anders aus. Dafür war es am vergangenen Freitag anstrengend, weil die Kinder so aufgedreht waren und ich daher froh über das Wochenende war. Trotz des einnehmenden Praktikums habe ich es in der Woche einmal ins Kino geschafft und zwar zu Bohemian Rapsody. Zum Lesen kam ich zeitlich nicht, dafür habe ich die Busfahrten zum Praktikum mit einem guten Hörbuch verbracht, von dem ich euch heute auch erzählen möchte.

1. Jahre Wochen nach dem Hype habe ich ja die Serie You – Du wirst mich lieben für mich entdeckt und fand sie besser als erwartet, wenn auch nicht überragend. Nachdem ich den Samstag nach langem noch einmal durchgefeiert habe (zu guter Rockmusik mit viel Punk!!), war ich gestern zu Nichts zu gebrauchen. Da ich schon viel zu der Serie gehört hatte und sie als umstritten gilt, dachte ich, es wäre das eine gute Gelegenheit mal hineinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu machen. Aus dem „mal hineinzuschauen“ ist ein Binge Watching geworden. Ich hatte Sorgen, wie das Thema Stalking dort umgesetzt wird und war daher froh darüber, dass es nicht beschönigt oder romantisiert wurde.

2. Bei/als Bohemian Rapsody ging mir ja regelrecht das Herz auf, denn es ist ein sehr guter Film, den ich ein halbes Jahr später auch endlich gesehen habe. Ich kann jetzt verstehen, warum der Film so gefeiert wird. Die Oscarnominierung hat sich Rami Malek absolut verdient! Ich habe ihm Freddie Mercury in jeder Minute abgekauft (habe mich mit Queen aber auch nie näher beschäftigt). Der Fokus liegt ganz klar auf Freddie Mercury. Hier fand ich es schön, dass dieser menschlich dargestellt- und weder idealisiert noch schlecht gemacht wurde, sondern mit Ecken und Kanten, wie ein Mensch nun mal ist. Er ist durch den schnellen Aufstieg abgehoben, hat sich von den falschen Leuten beeinflussen lassen und dennoch hat Rami Malek es geschafft, auch eine verletzliche Seite der Figur zu zeigen.
Was jetzt auf Spotify die ganze Zeit bei mir läuft? Queen natürlich! Ich frage mich, warum ich die Band früher nie wirklich gehört habe und nur die Hits kannte, die jeder (vermutlich) kennt. Ich habe definitiv einen Nachholbedarf.

3. You – Du wirst mich lieben ist meiner Meinung nach leider nicht annähernd so gut geworden, wie es hätte sein können, da dort noch Potential war, dass man noch mehr hätte ausschöpfen können. Da man die Gedanken von Joe kennt, weiß man schon früh, was für ein Psychopath er ist. Dass hätte man noch vertiefen können, ebenso wie den Freundkreis von Beck weniger oberflächlich darstellen. Außerdem gibt es eine Sache, die dann doch sehr offensichtlich war (die ich aber nicht spoilern möchte an dieser Stelle).

4. Wie kommt es eigentlich, dass It’s Always Sunny in Philadelphia so wenig Beachtung erfährt/erfahren hat? Immerhin ist es mit Rick and Morty die witzigste Serie, die ich kenne. Die Serie ist teilweise komplett bescheuert, dermaßen politisch unkorrekt und gerade deswegen so wahnsinnig witzig, da es einfach so übertrieben dargestellt wird. Irgendwann in der sechsten oder siebten Staffel wurde die Serie auch einfach nicht mehr synchronisiert. Daran sieht man, wie bekannt It’s Always Sunny in Philadelphia in Deutschland ist. Daher fangt einfach direkt im Original an und gebt der Serie eine Chance, vielleicht entspricht sie ja auch eurem Humor.

5. Ich könnte mir ja gut vorstellen, mal wieder einen Rewatch von der alten Star Wars Trilogie zu starten, schließlich habe ich die Filme schon länger nicht mehr gesehen und meine beste Freundin und ich starten immer mal wieder einen Rewatch. Sie hatte mich auch erst zu den Filmen gebracht.

6. Argo hat mich geschichtlich ziemlich umgehauen (im positiven Sinn), denn wie sie die sechs Amerikaner aus Teheran herausgeholt haben (zuvor wurde die Botschaft besetzt und Geiseln genommen) klingt so absurd und unrealistisch – denn sie haben sie mit einem fiktiven Film angestellt, mit dem sie die sechs aus dem Land geschleust haben.

7. Zuletzt habe ich mir Die Spuren der Welt von Kai Meyer angehört und das war eine gute Sache, weil es meine Fahrt zum Praktikum verschönert hat. Ich liebe die Geschichte, die Welt der Bibliomantik und finde es auch besser als Die Seiten der Welt, vielleicht weil ich mit Mercy als Protagonistin mehr warm geworden bin und mich die Dektivelemente im victorianischen London gepackt haben. In die zweite Woche meines Praktikums starte ich passenderweise mit dem zweiten Teil – Der Pakt der Bücher.

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Habt ihr You schon gesehen und was denkt ihr zu der Serie?
Hört ihr unterwegs auch gerne Hörbücher?
Einen schönen Start in die neue Woche!

 

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9 Gedanken zu “Media Monday #398 mit unter anderem You – Du wirst mich lieben und Bohemian Rapsody

  1. Argo habe ich vor einigen Jahren gesehen und fand den damals auch sehr spannend und gut gemacht. Definitiv einer auch der Filme, der all das Lob verdient hat. Du weißt ja das ich auch etwas brauchte, um in YOU reinzufinden ,fand das aber rückblickend eigentlich mal was anderes, dass man stark auf die Monologe von Joe gesetzt hat. Immerhin ist es halt eine Buchverfilmung und genau das Element hat ja schon die Vorlage ausgemacht. Wo ich aber mit dir konform gehe ist: Der Freundeskreis. Vor allem Shay Mitchell konnte ich ihre Rolle als Peaches garn icht abkaufen, weil das so überzogen wirkte und sie das schauspielerisch nicht komplett transportieren konnte. Der Rest sind auch eher Randerscheinungen. Die Charaktere hätte man in der Serie definitiv noch etwas ausschmücken können, damit sie nicht ganz so oberflächlich und selbstverliebt wirken. Aber mal gucken, vielleicht steigert sich Staffel 2 ja dahingehend. Ich weiß aber auch nicht, ob das Problem nicht eines ist, welches man sozusagen mit dem Buch dann übernommen hat.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Nadine,
    Oh stimmt Jake Gylenhall den habe ich komplett vergessen, fand Nightcrawler so schockierend und ihn darin echt grandios. Das hat die heutige Sensationsgier gut getroffen.

    Den ersten Teil fand ich bei Guardians of the Galaxy vom Humor her auch besser, weiß nicht ob du den zweiten schon gesehen hast, aber da wird es halt stellenweise doch wieder sehr kindisch. Das Problem haben, zumindest finde ich das, im Moment alle Marvel Filme. Die könnten wesentlich besser sein, wenn man den Humor mal wieder etwas runterfährt. Hat am Anfang doch auch gut geklappt.

    Ich finde solche Filme auch unglaublich wichtig und verstehe auch die Forderung wieso Kunst nicht politisch sein sollte nicht. Gerade das ist doch die perfekte Bühne um ein Statement zu setzten, wichtige historische Ereignisse in Erinnerung zu rufen und den Menschen so einen Spiegel vors Gesicht zu halten. Nur so erreicht man doch auch die breite Masse. BlackKklansman da warte ich schon die ganze Zeit das es den beim Amazon Filmabend gibt xD. Bin auf den Film so neugierig.

    Das ist soo schade, dass wir so weit auseinander wohnen. Sonst hätte ich den mit dir zusammen geschaut :P. Das wäre sicher lustig geworden.

    Gefällt 1 Person

    • Das die Serie auf einer Buchvorlage basiert, wusste ich gar nicht. Hast du die gelesen? Das mit den Monologen von Joe fand ich auch einen interessanten Aspekt. Hoffe auch, dass die andere Seite in der zweiten Staffel ausgebaut wird, das würde der Serie gut tun.

      Ja Nightcrawler ist stellenweise echt krass und Jake Gylenhall spielt einen richtigen Eckelpacket, selten so wenig Sympathie mit einem Protagonisten gehabt!

      Ich mochte den ersten Teil auch mehr. Wie du weißt, habe ich es ansonsten eh nicht so mit Marvel Filmen.

      Ja das finde ich auch!! Es ist eine gute Möglichkeit gesellschaftliche und politische Themen mit Unterhaltung zu verbinden.

      Oh ja das finde ich auch! Ab April habe ich nur noch mittwochs Uni und bin in der restlichen Zeit mit meiner Bachelorarbeit beschäftigt, wo ich mir die Zeit aber relativ flexibel einteilen kann. Ich weiß ja nicht wie beschäftigt du im nächsten halben Jahr bist. Ansonsten könnte man sich ja da vielleicht mal treffen? Ansonsten spätestens auf der Frankfurter Buchmesse 🙂

      Liken

  2. Hallo 🙂
    Ich habe YOU auch geschaut und fand die Serie ziemlich gut umgesetzt. Man hatte bei ihm ständig ein seltsames Gefühl und konnte ihm nicht wirklich vertrauen. Und zugleich war er doch immer so „lieb“ und „nett“ – da sieht man auf jeden Fall wie sehr man sich bei einem täuschen kann!

    Hab noch eine schöne Woche!

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    • Ja das fand ich auch einen interessanten Aspekt, die Diskrepanz zwischen dem was er sagt und dem was er denkt. Hat wieder schön gezeigt, dass man in andere Menschen nicht reinschauen kann und nicht alle das sind, was man an der Oberfläche von ihnen sieht.

      Danke!! 🙂

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  3. Nachdem ich deine Meinung zu You gelesen habe, bin ich ja mal gespannt, wie ich es jetzt finden werde. Ich hab erst gestern angefangen daher… na ja. Irgendwie fand ich’s nicht super schlecht, aber der Hype war jetzt zumindest in den ersten beiden Folgen für mich auch nicht nachvollziehbar… 😉

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  4. Pingback: Was geschah… im Februar 2019 | Wörter auf Reise

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