Ich kann keine Worte mehr sehen

Theoretisch war für heute ein Beitrag zu der Serie Game of Thrones oder ein Beitrag zu Anna Freytags Buch Den Mund voll Ungesagter Dinge vorgesehen, nur ich konnte keine Worte mehr sehen. Sicherlich, ich schreibe gerade diese Wörter, doch es ist kein gut überlegter Text, sondern nur meine Gedanken, die mir im Kopf herumspringen.

Den gestrigen Tag saß ich den ganzen Tag vor dem Computer, habe nach Wörtern gesucht, um meine Hausarbeit fertigzustellen, um dann festzustellen, dass ich für die letzten beiden Punkte nur noch zwei Seiten habe, weil es doch wieder zu viel wurde. Das übliche Problem bei Hausarbeiten und mir, erst denke ich, wie ich bitte auf die Seitenzahl komme und am Ende passt es gerade noch so auf 20 Seiten oder ich muss  noch etwas kürzen. Ich würde lieber vier Klausuren schreiben, als eine Hausarbeit.
Hausarbeiten sind viel zeit intensiver und beschäftigen mich, mit Literatursuche, Literaturbearbeitung, Schreiben und Überarbeiten, Monate und letztendlich wird es dann doch keine gute Note und ich denke mir, wofür das Ganze dann?

Damit war ich somit den ganzen Tag beschäftigt. Hinzu kam noch ein Zeitungstext, der ebenfalls fertig gestellt werden sollte. Irgendwann kam ich an dem Punkt an dem ich das Gefühl hatte, keine Sätze mehr schreiben zu können, ständig benutzte ich dieselben Konjunktionen, dieselben Wörter – dabei gibt es da draußen abertausende Wörter – aber meint ihr, mir wären diese Wörter eingefallen? Flüchtligkeitsfehler habe ich auch grundsätzlich überlesen und heute morgen dachte ich mir nur, was ich denn da bitte verfasst habe.

Ich kann keine Wörter mehr sehen. Dabei liebe ich eigentlich das Schreiben, liebe es Blogtexte zu verfassen, an meiner Geschichte zu arbeiten, aber zurzeit fühle ich mich wie ein Grunschulkind, dass gerade schreiben lernt.

Ich freue mich darauf bald wieder einfach für mich zu schreiben, mich mit einer Tasse Kaffee oder einem Tee mit einem Block zurückzulehnen und zu schreiben, ohne Zeitdruck, ohne zu wissen, wie viele Wörter ich pro Minute schreiben und wie viele World Seiten es sind.

So, dass waren meine wirren Sonntagsgedanken. Ich hoffe, es war halbwegs verständlich und nachvollziehbar. Die Ironie des Ganzen, dieser Beitrag beträgt doch wieder fast 400 Wörter…

Kennt ihr das Gefühl, wenn wir viel geschrieben habt und das Gefühl habt, nicht mehr schreiben zu können?
Und wechselt ihr auch mal gerne zu einem altmodischen Block?
Setzt euch zu sehen, wie viele Wörter ihr schreibt,auch teilweise Unterdruck?

 

 

8 Gedanken zu “Ich kann keine Worte mehr sehen

  1. Ich kenne das und denke, dass tut jeder Blogger/in. Ab und an sitze ich auch vor Beiträgen und mir möchten keine Formulierungen einfallen oder ich kann meine Gedanken nur schwer in Worte fassen. Ich schließe den Blog dann auch und mache was anderes. Ich versuche dann immer den Kopf frei zu kriegen, indem ich raus gehe, mich mit Freunden treffen oder auch einfach ne Serie einschalte. Bei letzterem kann man sich auch einfach mal berießeln lassen. Und wenn ich dann mit etwas Abstand wieder an einen Text gehe, dann kommen die Worte wie von Zauberhand. Manchmal braucht man halt einfach diese Pause und gerade, wenn man sehr viel schreibt, ist das ja ganz normal.

    Nach einem langen Tag, an dem ich stundenlang an der Hausarbeit saß, fällt mir das bloggen auch schwer. Da kann ich mich dazu auch nicht mehr aufraffen und muss was anderes machen. Ich bin ja auch unfassbar froh, wenn ich meine aktuelle Arbeit weg habe. Will da eigentlich in der ersten Oster Woche fertig werden, damit ich zumindest vor dem Start des neuen Semesters eine freie Woche habe. Den Ferien hatte ich echt überhaupt nicht. Bei uns im Master stehen ja nur Hausarbeiten an und ich würde mir da auch die eine oder andere Klausur wünschen. Weil die Masse die wir jetzt immer schreiben müssen, ist in den Semesterferien nicht mehr machbar, heißt man nimmt immer was mit ins neue Semester, da kommen aber dan wieder neue Arbeiten hinzu und das ist dann immer so ein unschöner Kreislauf.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Nadine,
    Ich muss sagen, dass ich da beim umswitchen keine Probleme habe, aber ich glaube ich schreibe generell sehr sachlich, auch wenn ich hier auf dem Blog öfter mal versuche mit der Sprache zu spielen 😀 bzw. kann ich das gar nicht so einschätzen wie mein Schreibstil rüberkommt. In Bezug auf Hausarbeiten bekomme ich da aber nur positives Lob, da sagt man mir immer, dass die richtig gut geschrieben sind, kaum Anmerkungen gemacht werden mussten und auch die Rechtschreibung perfekt ist. Das höre ich natürlich gerne, gerade weil ich mir ja auch vorstellen kann sowas beruflich zu machen.

    Ich habe heute schon auf Twitter gelesen, dass man erst jetzt auf deine Anfrage reagiert hat. Das ist echt krass, dass das jetzt so lange gedauert hat. Ich hoffe du bekommst die Zeit dann auch gut geschrieben und dein Ticket verlängert sich, du konntest das bisher ja nicht nutzen. Drücke die Daumen, dass es dann am Montag auch läuft, damit du die erste Folge schauen kannst. Ich habe ja mittlerweile schon fast die Hälfte der 13. Staffel von Supernatural gebingt. Schaue halt aktuell keine Filme und schaffe somit abends dann 3 Folgen xD.

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    • Ja da hast du Recht. Daher neige ich auch oft dazu, wenn ich viel für die Uni machen muss, eher zu einer Serie oder einem Film zu greifen.

      Also ich mag deinen Schreibstil von deinen Texten sehr 🙂

      Ich habe bei Hausarbeiten einmal angemerkt bekommen, dass meine Grammatik nicht die beste wäre und eine Dozentin hat sich in einem Essay über meinen Ausdruck beschwert. Im Gegensatz dazu gab es aber auch Dozierende, denen meine Texte gefallen haben. Das Ganze verstehe ich nicht immer, aber auch gut.

      Auf meine Anfrage haben die leider immer noch nicht geantwortet. Mal schauen, wie lange das noch dauern wird.

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  2. Liebe Nadine,
    glaub mir, ich kenne das Gefühl auch! 🙂
    Vermutlich kennt das jeder, der viel schreibt, sei es durch Bücher, Blogs, Arbeit oder Uni. Irgendwann gehen die Worte aus. Manchmal denke ich auch, als YouTouberin wäre ich besser dran, dann könnte ich einfach sagen, was ich zu bestimmten Themen zu erzählen haben und fertig. Nur bin ich kein Youtoube Mensch, da ist der Blog schon besser. Mir hilft es dann, etwas ganz anderes zu machen und etwas anderes als Worte zu sehen, zu denken und schreiben. Und zwar mehr als 5 Minuten lang 😀
    Nach einer Pause geht es wieder.
    Ich wünsche dir auf alle Fälle noch ganz viel Erfolg bei deinen Hausarbeiten! 🙂
    Liebe Grüße
    Yvonne

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    • Oh ja ich stelle mir das auch viel einfacher vor, einfach Kamera an und ein bisschen reden. Okay am Ende muss es noch geschnitten werden, aber trotzdem 😀
      Aber ich bin wie du kein Youtube Mensch und fühle mich beim Schreiben wohler als vor der Kamera.
      Vielen lieben Dank! Zum Glück neigt es sich dem Ende zu 🙂

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  3. Liebe Nadine,

    ja, auf jeden Fall kenne ich das Gefühl.
    Gerade wenn man den ganzen Tag vorm Rechner sitzt und schreibt. Es klingt irgendwann alles gleich, nichts wirkt mehr kreativ und der Schädel brummt.

    Spätestens dann muss ich sehen, dass ich entweder frische Luft schnappe oder Buchstaben Buchstaben sein lasse und was ganz anderes mache.

    Liebe Grüße
    Tina

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  4. Ich kann gut verstehen, was Du meinst, an manchen Tagen geht einfach nichts mehr, dann bringe ich auch keinen gescheiten Satz mehr zusammen. Ich fange dann an, stichwortartig aufzuschreiben, was mir noch durch den Kopf geht, um nichts zu vergessen und dann lege ich es weg und versucht es am nächsten Tag wieder. Das hilft mir.

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  5. Pingback: Was geschah…. im April 2019 | Wörter auf Reise

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