Was geschah… im Mai 2019

Hallo ihr Lieben! Da bin ich schon wieder. Meine Blogpause ist kürzer als gedacht, weil ich nicht in Erinnerung hatte, dass es bis zum Juni nicht mehr weit ist. Die letzten zwei Wochen bin ich ruhig angegangen und war wunderbar unproduktiv. Praktikumsbericht, Bachelorarbeit und eigene Geschichten habe ich hinten angestellt. Ich musste mich von meinem inneren Druck lösen, den ich mir selbst immer gemacht habe und brauchte eine Zeit, in der ich mich verstärkt auf mich selbst konzentriere und mich mental regeneriere. Ich bin mir meinem Privileg bewusst, denn viele haben diese Möglichkeit nicht. Dabei brauchen Menschen gelegentlich eine Phase, um wieder Energie zu schöpfen. Nur was ist, wenn man am Existenzminimum lebt und auf seine zwei Jobs angewiesen ist? Es ist ein Thema, über das ich noch lange schreiben könnte, jedoch würde ein Diskurs an dieser Stelle den Monatsrückblick sprengen, daher belasse ich es dabei und widme mich jetzt den Büchern, Filmen und Serien, die ich im Mai konsumiert habe. Dieses Mal sind einige Filme mit dabei.

Geschriebenes

Es gibt Bücher, wo die Seiten nur dahin fliegen und es gibt Bücher, die mühselig zu lesen sind. Unter die zweite Kategorie fällt bei mir 1984 von George Orwell. Zum einem lag es an der kleinen Schriftgröße, dem dichten Zeilenabstand und den wenigen Abständen, zum anderen an der Thematik. 1984 ist keins dieser Werke, wo man anschließend glücklich das Buch zuschlägt. Die Dystopie über eine Gesellschaft, die vollständig kontrolliert wird, wo keine freie Meinungsäußerung, nicht einmal ein eigener freier Gedanke, möglich ist, ist erschreckend. Mehrmals habe ich beim Lesen den Kopf geschüttelt und mich über die Protagonisten aufgeregt. Noch nie habe ich ein so tiefgreifend pessimistisches Buch gelesen. Nächste Woche Mittwoch wird es dazu auch eine Klassiker-Vorstellung geben.

mai monatsrückblickDranbleiben hat sich auch bei Zerrissene Erde von der amerikanischen Autorin N. K. Jemisin gelohnt. Sie hat für ihr Werk 2016 den renommierten Hugo-Award gewonnen. Trotz dieser Tatsache ist mir das Buch nie im Buchladen begegnet, wohingegen Die drei Sonnen des chinesischen Autors Cixin Liu beinahe omnipräsent ist. An der Qualität liegt es nicht, denn N.K. Jemisin hat einen fantastischen Schreibstil, sie kreiert eine interessante Welt und erzeugt durch ihre erzähl-perspektivische Gestaltung Überraschungen. Im Gegensatz zu Die drei Sonnen liegt nicht die Technik ihrer futuristischen Welt im Vordergrund, dafür punktet sie mit der Erzählgestaltung und der Zeichnung ihrer Figuren. Ich bin froh, durch die Lesechallenge #WirlesenFrauen auf das Buch gestoßen zu sein. Hierzu wird es ebenfalls eine ausführlichere Rezension geben – Zerissene Erde benötigt mehr Aufmerksamkeit!

Gehört

Im April und im Mai hat mich Tintenherz begleitet. Es ist eins meiner Lieblingskinderbücher. Ich mochte den bildlichen Schreibstil von der deutschen Autorin Cornelia Funke und habe mir mehr als einmal beim Lesen gewünscht, die Fähigkeit zu besitzen, mich mit meiner eigenen Stimme in eine Geschichte zu transportieren. Leider hat es trotz meiner Mühe nie funktioniert.
Ein Grund, warum ich gerne Bücher mehrmals lese bzw. höre, ist das Gefühl nach Hause zu kommen, alte „Freunde“ wieder zutreffen und Erinnerungen aufzufrischen. Rainer Strecker ist ein fabelhafter Sprecher, der mit seiner Stimme jeden Charakter einzigartig zeichnet, ohne sie dabei zu überzeichnen, wie es häufig bei Rufus Beck der Fall ist. Die Zwischenmusik ist etwas laut geraten, dennoch finde ich, dass sie zu der Geschichte passt.

Daneben habe ich mir noch das Känguru Manifest angehört. Gelesen vom Autor Mark-Uwe Kling selbst, sind die Dialoge mit dem Känguru noch um einiges witziger.

Gesprochenes

Im Mai hatte ich das Glück, einen Platz auf der Communitypreview vom Dominik Porschen (Filmlounge) zum Film Rocketman zu ergattern. Nach einem Jahr habe ich mich sehr auf den Abend gefreut, da es, wie ich finde, immer ein besonderes Kinoerlebnis ist. Passend zu Elton John sollte man sich als Besucher*in in schillernde und bunte Kleider werfen. Da ich überwiegend matte Farben oder schwarz trage, habe ich mir erstmal eine rote Strumpfhose bestellt und mir ein Oberteil von meiner Cousine ausgeliehen.
Gemeinsam mit der lieben Lilly vom Blog Lesepanda war ich vorher lecker Essen. Wir hatten einen schönen Kinobesuch. Der Film konnte uns beide überzeugen. Ich mag es, wie mit den Liedern Geschichten erzählt- und Gefühle sowie Emotionen übermittelt werden. Regisseur Dexter Fletcher schafft den Spagat, dramatische Momente zu erzählen und gleichzeitig gute Laune zu verbreiten. Elton Johns ausschweifendes Sex und Drogen Leben wurde auch nicht ausgespart und seine Homosexualität stärker thematisiert, als es bei Bohemian Rapsody der Fall war (nur damit der Film auch in China gezeigt werden konnte). Taron Egerton beweist wieder einmal sein schauspielerisches Talent und das Ende ist perfekt gewählt worden. Ich habe summend den Saal verlassen. Klare Kinoempfehlung meinerseits!

weitere Filme

  • Auf Netflix sind zurzeit Mad Max 1-3 verfügbar. Eine Sache, die mich und meinen Vater sehr gefreut hat, meine Mutter hingegen eher weniger, da sie mit den Filmen nichts anfangen kann. Sie war dennoch überstimmt, da ich den vierten Teil, The Fury Road, liebe und die Vorgänger noch nicht gesehen habe und das nachgeholt werden musste. Besonders den ersten Teil merkt man sein Alter an, dennoch macht es irgendwie Spaß Mel Gibsons Verfolgungsfahrten mit einem Rudel Bekloppter zuzusehen.
  • Neben Rocketman habe ich mir noch einen weiteren Film des Regisseurs angesehen: Eddie the Eagel. In diesem spielt ebenfalls Taron Egerton die Hauptrolle. Der Film erzählt die wahre Geschichte eines Mannes, der unbedingt bei den Olympischen Winterspielen mitmachen möchte. Trotz aller Schwierigkeiten zieht er seinen Traum vom Ski-Springen durch. Es ist ein gute Laune Film, der ein Plädoyer ist, Dinge zu wagen, Dinge zu machen, auch wenn alle anderen dagegen sind, außerdem: Gewinnen ist nicht alles.
  • Der Monat Mai stand ganz im Zeichen von Taron Egerton, der auch in Kingsman – The Secret Service die Hauptrolle spielt. Es ist ein schräger und lustiger (Anti)Agentenfilm, der zu einem meiner Lieblingsfilme geworden ist.
  • Ebenfalls zu meinen Lieblingsfilmen zählt Midnight in Paris, den ich meiner besten Freundin gezeigt habe und der ihr ebenfalls gut gefallen hat. Woody Allens Dialoge machen auch einfach Spaß. In dem Film reist Gil Pender (Owen Wilsonder) immer um Mitternacht ins Paris der Goldenen Zwanziger und trifft dort auf seine Literarischen Idole.
  • Unterhaltsam ist Codname U.N.C.L.E von Guy Ritschie. Der Film schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Kingsman, nur ist er weniger schräg, dafür gibt es mit Henry Cavill und Armie Hammer ein ungleiches Duo, dass widerwillig zusammenarbeiten muss.
  • Can a song save your live ist einer dieser Wohlfühl-Filme, die man manchmal einfach braucht. Dan (Mark Ruffalo) ist ein erfolgloser und alkoholsüchtiger Produzent, der durch einen Song von Gretta (bezaubernd: Keira Knightley) neuen Lebensmut schöpft und beginnt, mit ihr an den verschiedensten Plätzen in New York ein Album aufzunehmen.

Serien

  • In der Serien Welt habe ich Game of Thrones beendet, dessen Ende mich leider unglücklich zurückgelassen hat. Schade, was David Benioff und ‎D. B. Weiss mit einer so großartigen Serie gemacht haben. Mehr zu meiner Meinung zu der letzten Folge findet ihr hier.
  • Abgesehen von Game of Thrones habe ich mir noch die erste Staffel von Riverdale angesehen und ich muss sagen, dass  mir diese überraschenderweise gut gefallen hat. Ich habe lange einen Bogen um die Serie gemacht, weil es mich an Pretty little liars erinnert hat, die ich nachher einfach nur noch furchtbar fand. Dennoch habe ich der Serie schließlich eine Chance gegeben und klar, es ist eine etwas überproduzierte Jugendserie, aber sowas schaue ich hin und wieder auch mal gerne, vor allem, wenn es gut gemacht ist. Lediglich mit dem eigentlichen Hauptcharakter Archy bin ich nicht ganz warm geworden. Die meiste Zeit fand ich ihn eher was nervig und ein wenig eindimensional. Dafür mochte ich aber die Beziehung zu seinem Vater sehr, der einfach toll ist. Die Dynamik der Figuren, der fünf Freunde, trägt die Serie. So mag ich die Freundschaft von Veronica und Becky und Beckys Beziehung zu Jughead, die ich als eine der schönsten in Jugendserien empfinde. Endlich nichts Toxisches, sondern beide begegnen sich auf einer Augenhöhe, die Beziehung entwickelt sich langsam und sie tuen sich gegenseitig gut – so sollte es sein. Bis zur letzten Folge wusste ich auch nicht, dass es sich bei Jughead um Cole Sprouse von Hotel Zack und Cody handelt. Ich dachte schon die ganze Zeit, dass er mir bekannt vorkommt, aber darauf wäre ich nicht gekommen.
  • Da ich vergangenen Monat Filme und Serien brauchte, von denen ich gute Laune bekomme, habe ich zu Crazy Ex Girlfriend gegriffen. Erst haben mich die Gesangseinlagen genervt, doch oft sind diese einfach extrem witzig, so dass ich mich schnell mit ihnen angefreundet habe. Teilweise ist die Serie ein wenig fremdschämend, aber das machen die unterhaltsamen Dialoge wieder weg.
  • Mit meiner besten Freundin habe ich die erste Folge von Downtown Abby angefangen, daher kann ich zu der Serie noch nicht viel sagen, außer das dort viele bekannte Darsteller*innen mitspielen.

Gebloggt im Mai

Mein Blog stand im Mai im Zeichen von Game of Thrones und Harry Potter. Keine Sorge im Juni wird es auch wieder andere Themen geben 🙂

Zitat des Monats

„I´m not overacting, you´re underacting“ – Elton Jon: Rocketman
hier fehlt der Kontext des Films, in dem das Zitat extrem witzig war. Da ich selbst hin und wieder eine kleine (oder auch größeren) Drama Queen bin, gehört es ab sofort zu meinem Sprachgebrauch.

mai monatsrückblick2

Was habt ihr diesen Monat gelesen und geschaut?
Was sind eure liebsten Hörbücher?
Ich wünsche euch einen schönen Monat.
Bleibt Gesund und Munter!

 

 

5 Gedanken zu “Was geschah… im Mai 2019

  1. Can A Song Save Your Life ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, hatte dem auch einen ausführlichen Post gewidmet, weil er mich so begeistert hat. Ist halt echt ein Wohlfühl-Musikfilm, mit einem tollen Soundtrack und genialem Cast. Ich kann den auch jedem empfehlen, der ist klasse. Mit Mad Max Fury Road konnte ich auch gar nichts anfangen. Hatte den mit meinem Dad auf Netflix geschaut, der hat sich darüber riesig gefreut, ich war aber dann recht flott raus. Ist nicht meine Welt :D. Kingsman habe ich letztes Jahr den ersten Teil gesehen, auch auf Netflix, fand ihn nett, aber wird nicht mein liebster Agentenfilm. Taron Egerton ist aber schon ne coole Socke, finde es ja beeindruckend, dass er in Rocketman das alles selbst singt. Den Film habe ich zwar noch nicht gesehen, aber darüber schon Berichte im TV gehört. Fürs Kino jetzt nicht meines, da ich kein großer Elton John Fan bin, wie bei Bohemian Rapsody warte ich das es den irgendwo im Abo gibt.

    Oh Midnight in Paris muss ich immer noch gucken, bin ich noch nicht dazu gekommen. Genauso das gleiche bei Codename Uncle, den möchte ich natürlich wegen Henry Cavill schauen. Wenn du ihn als Schauspieler magst musst du echt mal die Tudors schauen, da spielt er eine Hauptrolle und ist in allen vier Staffeln präsent. Downton Abbey ist ja auch so eine Serie mit der ich mal loslegen wollte, wo mir aber die Zeit fehlt. Archie wird leider in den folgestaffeln noch nervig. Ich mochte ihn nur in der ersten Hälfte der zweiten Staffel, weil er da mehr Ecken und Kanten bekommen hat, dann schlägt man aber wieder einen total doofen Handlungsstrang an und macht alles kaputt :/. ist schade, weil KJ Apa halt echt ein toller Schauspieler ist und so gar nicht wirklich sein potenzial entfalten kann.

    Danke auch für dein liebes Kommentar zum Beitrag zur Europa-Wahl:
    Dankeschön für das liebe Kompliment Nadine <3. Die Beiträge möchte ich mir auch wirklich beibehalten. Die gab es ja lange nicht, aber durch mein Studium kitzelt es mich schon oft in den Fingern zu Themen Stellung zu beziehen. Ja es ist echt erschreckend, dass die AfD im Osten sogar die stärkste Kraft ist. In meinen Augen ist jede Stimme für die Partei eine zu viel, egal wie das Ergebnis ausfällt. Für Europa heißt das nun, dass da eine Partei einzieht, die schon im Vorfeld angekündigt hat, die meisten Dinge zu blockieren.

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    • Und da es im obigen Kommentar schon um „Riverdale“ ging, gleich mal die Antwort zu deinem Kommentar zu meinen Problemen mit der Serie dazu:
      Ah Dankeschön, dass du den Beitrag sogar ein Freundin gezeigt hast. Freut mich natürlich zu hören, dass ich mit meiner Kritik nicht alleine bin. Haha ja das mit den Videos kenne ich, ich schicke die mir immer gegenseitig mit einer Freundin, die die Serie auch verfolgt. Die guckt sich die auf Youtube auch immer an. Ich kann ja als Account diesen empfehlen: https://www.youtube.com/channel/UCY6Ij8zOds0WJEeqCLOnqOQ. Alex beschäftigt sich mit ganz vielen Unterschiedlichen Teenie-Serien und zerlegt die, u.a. aber auch Riverdale. Seine Videos sind herrlich unterhaltsam :D.

      Jaa unfreiwillig komisch trifft es gut, wobei manches auch einfach nur schockierend ist oder so kurios, dass man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll.

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  2. Hast du ja einen richtigen Taron Egerton Themenmonat eingelegt 🙂 Aber mir gefielen die KIngsman-Film und Eddie The Eagle auch sehr gut. Ob ich mir allerdings auch Rocketman an schaue, was ich noch nicht so genau…

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