Freundschaften in Serien Tag #2

Was wäre das Leben ohne Freundschaften? Wenn man niemanden zum Reden hat, niemanden, mit dem man schöne Momente teilen kann?
Obwohl ich gerne Zeit für mich habe, um meinen Interessen nachzugehen oder um meine Energie Reserven aufzutanken, genieße ich trotzdem nette Gespräche und Unternehmungen mit Freunden sehr. Ohne sie ist die persönliche Entwicklung besonders in jungen Jahren eingeschränkt und nicht ohne Grund stehen die meisten Bösewichte alleine dar. Dennoch gehören zu Freundschaften auch Meinungsverschiedenheiten und die Entwicklung in eine negative Richtung. Um solche Beziehungen, Ermittlerduos und Cliquen geht es heute unter anderem im zweiten Teil von Nicole und meinem Tag zu Freundschaften in Serien, der den Abschluss unserer Beitragsreihe bildet. Wir freuen uns, wenn ihr Lust habt, den Tag ebenfalls auszufüllen. Denkt bitte daran, uns als Urheberrecht zu erwähnen, denn wir haben viel Zeit in die Erstellung investiert. Im Gegenzug verlinken wir gerne euren Beitrag unter unserem.

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10. Schönste freundschaftliche Entwicklung

Alaric & Damon (Vampire Diaries)

„I would have save you. In a heartbeat. No question. You would have gotten to grow up and have gotten the life that you wanted, the life that you deserve. And i know that i didn´t used to get that, but i do now, and I want that for you.“ – Damon

Die Verwandlung von Alarics Ex-Frau durch Damon und die Ermordung von Alaric bildete keinen guten Start für ihre Beziehung. Zu sagen, dass Damons Manieren in der ersten Staffel zu wünschen übrig lassen, wäre eine kleine Untertreibung. Doch zum Glück besitzt Alaric seinen magischen Ring und in Vampire Diaries ist Tod nicht gleich Tod. Über die Zeit gibt es wichtigere Dinge, die ihre Aufmerksamkeit verlangen, schließlich muss ihre gemeinsame Freundin Elena beschützt – und ein Ur-Vampir umgebracht werden. Somit wachsen sie über die Zeit immer mehr zusammen, Alaric entdeckt Menschlichkeit hinter Damons Fassade. Sie werden zu Trink-Kumpanen und besten Freunden. Beide nehmen nie ein Blatt vor dem Mund. Wenn ihnen etwas stört, wird es angesprochen. Alaric entwickelt sich zu Damons Moralischer Kompass und obwohl es schon lange her ist, dass ich Vampire Diaries gesehen habe, breitet mir der Gedanke an Damons Grabrede immer noch eine Gänsehaut.

11. Negative freundschaftliche Entwicklung

 Dan & Blair (Gossip Girl)

“I don’t want to be your friend Blair. I want more, I want you, and if you don’t feel the same way about me then I don’t think we should be seeing each other any more“ – Dan

Blair und Dan stehen stellvertretend für alle Protagonisten, die lieber Freunde geblieben wären (Dan & Vanessa *hust*). Dabei fing es so schön an: Zwei, die sich abgründig hassten, entdeckten Gemeinsamkeiten. Sie fingen an, mehr Zeit miteinander zu verbringen und ihre Vorurteile gegenüber dem Anderen abzubauen. Doch lediglich Freunde zu sein, funktioniert bei Gossip Girl nicht, denn da hat jeder mit jedem etwas.  Ein weiteres Drama musste her, um das Happy End von Blair und Chuck hinauszuzögern.

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12. Beste Clique

Stranger Things

Our friend has superpowers, and she squeezed your tiny bladder with her mind! – Dustin 

 

Erst fiel mir Pretty Little Liars ein, bis ich an Alison denken musste, die toxische Elemente in die Clique gestreut hat und die mir trotz ihrer Rehabilitation stets unsympathisch blieb. Besser hingegen fand ich die Clique in der ersten Staffel von Riverdale, die allgemein ein Pluspunkt der Serie war, Ich mochte die Treffen im Café und die Interaktionen zwischen ihnen.

Die Freundschaft der Protagonisten steht im Mittelpunkt dere Sitcom How I Met Your Mother. In einer witzigen Folge fällt ihnen mit einem Mal die Macken des jeweils Anderen auf und es beginnt sie gewaltig zu stören, bis sie die Eigenarten für ihre Beziehung wieder ignorieren. Nervige Macken hat jeder, die sich einfach nicht ändern lassen und die während bei dem einem auf Abneigung stoßen, von Freunden akzeptiert werden, weil sie auf der anderen Seite wissen, was sie voneinander haben. 

Habt ihr Freundschaften, die seit dem Kinderalter bestehen? Oft gestaltet sich dies etwas schwer, weswegen mir die Clique von Stranger Things gefiel, die sich mit dem älter werden wandelt. Während die einen von ihnen in Beziehung sind, ist Will noch kindlicher und trauert der alten Zeit nach. Konflikte tauchen auf, die sie zusammen meistern.

13. Schönste Mann-Frau-Freundschaft

Steve & Robin (Stranger Things)

Urheberrecht: Netflix

„We’re just friends.“ – Robin

Freundschaften zwischen den Geschlechtern gibt es gefühlt selten, zumindest habe ich mich mir hier beim Finden schwer getan. Durch Nicole habe ich leider erfahren, dass in Shadowhunter die Beziehung von Clary und Simon im Unterschied zur Buchreihe einen anderen Weg einschlägt. Schließlich fiel mir die dritte Staffel von Stranger Things ein und wie wunderbar ich es fand, dass nicht in die Klischee-Kiste gegriffen wurde. Steve und Robin werden kein Liebespaar, wobei alles danach aussieht. Dustin weist Steve mehrmals darauf hin, der durch ihr gemeinsames Abenteuer einsieht, wie witzig, hübsch und intelligent Robin ist. Jedoch steht sie nicht auf Jungen und somit wird es keine Beziehung zwischen ihnen geben. Man merkt, wie Robin mit sich kämpft, als sie es ihm mitteilt und statt sich darüber negativ zu äußern, macht er sich über ihren Frauengeschmack lustig und lockert damit die angespannte Situation auf: „Tammy Thomlson is a total dud.“

14. Eine Freundschaft, die ich vermisse

James Holden & Detective (The Expanse)

Urheberrecht: Netflix

„Sie erinnern mich an jemanden, es fehlt nur noch der Hut.“ – Anderson Dawes zu Holden.

Hier würde bei mir besser der Titel, „Eine Freundschaft, die ich gern hätte“, passen, denn dazu kam es nicht. Am Anfang konnten sie sich nicht leiden. Holden ist Miller zu naiv, Miller Holden zu rücksichtslos. Ihre Neckereien haben die gefährlichen Situationen auf dem Planeten Eros aufgelockert. Sie mussten um ihr Leben kämpfen und sind den Tod gemeinsam entkommen, schweißt das nicht zusammen? Die Geschichte hat etwas anderes mit Miller vor und so trennen sich ihre Wege. Amüsant fand ich, dass sich Holden widerwillig Millers Verhaltensweisen angenähert hat, die er zuvor so verabscheute. Ich glaube, sie wären gute Frenemies geworden.

15. Freundschafts zwischen historischen Persönlichkeiten

Uthred & Alfred (The Last Kingdom)

Hier schummle ich ein wenig, denn bei Uthred handelt es sich nicht um eine historische Person. Bei Alfred hingegen schon: Er war ab 871 König von Wessex, der unter sich die angelsächsische Königreiche vereinte und die Wikinger abwehrte.
Es ist eine Beziehung, die nicht von Herzlichkeiten geprägt ist. Der aufmüpfige Uthred, der als Däne aufgewachsen ist, eckt oft bei Alfred an, beweist ihm jedoch öfter seine Loyalität, der ihm wiederum schätzt. Nebenbei eine sehr empfehlenswerte Serie.

17. Bestes Ermittlerduo

Rust & Martin (True Detective)

Urheberrecht: HBO

Marty: „Do you wonder ever if you´re a bad man?“
Rust: „No. I don´t wonder, Marty. World needs bad men. We keep the other bad men from the door.“

Neben einem verworrenen Fall steht in True Detective die Beziehung zwischen den beiden Detektiven Rust und Martin im Vordergrund. Rust ist neu in Louisiana und macht sich mit seiner eigenen, verschrobenen Art keine Freunde. Widerwillig muss Martin mit ihm zusammen arbeiten, bei dem er Rust besondere Ermittlerfähigkeiten kennen lernt. Auch nach einem großen Krach, decken sie sich weiter und zum Schluss nähern sie sich einander wieder an.

Verkörpert werden die ungleichen Detektive großartig von Matthew McConaughey und Woody Harrelson, deren Zusammenspiel einfach fantastisch ist. Ich liebe die Szenen im Auto zwischen ihnen, wo Rust Martin seine pessimistische, Nietzsche Weltanschauung darlegt, der darüber wiederum völlig entsetzt ist. Neben einer genialen Actionsequenz sind es ihre Dialoge, ihre Beziehung zu einander, die zu der Qualität der Serie beitragen. Schön ist auch die Krankenhausszene zum Schluss zwischen den beiden.

18.  Eine zu Beginn erzwungene Freundschaft

The Expanse

„Our family is falling apart“ – Alex

Holden, Naomi, Alex und Amos arbeiten zusammen auf demselben Eisfrachter, der Canterbury, bis auf Naomi und Amos haben sie nichts miteinander zu tun. Dann müssen sie einem abgesetzten Hilferuf nachgehen, ihre Rettungsmission stellt sich als eine Falle heraus und die Canterbury wird zerstört. Fortan müssen sie, um ihr Überleben zu sichern, gezwungener Maßen zusammenarbeiten. Jeder von ihnen ist ein wichtiges Glied, sie ergänzen sich und bestehen so viele Gefahren, werden erst eine Crew und schließlich eine Familie und ihr Raumschiff, die Rosinante, wird zu einer Art zu Hause für sie. Keiner wird in Stich gelassen und alles dafür getan, um einander zu retten.
Zum Abschluss ein schönes Zitat aus dem zweiten Buch, Calibans Krieg: „Die Rosinante war ihre Heimat, und ganz egal, wie eindringlich ihm sein rationaler Verstand auch vorhielt, dass sie immer noch in schrecklicher Gefahr schwebten, die Heimat war gleichbedeutend mit Sicherheit“ (S. 264).

Viele weitere Freundschaften habe ich im ersten Teil unseres Tags beleuchtet, wie Bromance, die weibliche Version Womance dazu, Elter-Kind-Beziehungen ect. Schaut auch unbedingt bei Nicoles Beitrag vorbei, der parallel zu meinem Online gegangen ist. Da sich unserer Serien Geschmack zum Teil unterschiedet,  gibt es dort eine Menge Protagonisten aus anderen Produktionen zu entdecken. 

 

3 Gedanken zu “Freundschaften in Serien Tag #2

  1. Gestern habe ich das mit dem Kommentar leider nicht mehr geschafft, weil ich dann noch an meiner Seminararbeit saß, meinem Dozenten noch schreiben musste und mich dann auf Sofa verzogen habe :D. Wieder ein sehr schöner Beitrag. Ich liebe deine Einleitung, die ist so schön kreativ. Ich wünschte mir wäre da auch was eingefallen xD.

    Lustigerweise mochte ich Dan und Blair sogar als Paar, fand das mal was anderes und schön, dass sich auch mal zwei gefunden haben, die komplett unterschiedlich sind. Das kann als Partnerschaft auch funktionieren, wenn es dann die Unterschiede sind, die den Reiz ausmachen und einen am anderen faszinieren. Aber kann auch verstehen, wenn man sich wünscht, dass sie einfach Freunde geblieben wären, denn wie du schon schreibst: Das Paar diente nur dazu um Dan und Serena sowie Blair und Chuck länger auseinanderzuhalten. Gerade bei letzteren wurde das ja irgendwann dann auch sehr lächerlich, da hat man sich Gründe einfallen lassen, wo ich nur mit dem Kopf geschüttelt habe.

    Die Freunschafts-Dynamik mochte ich an Riverdale in der ersten Staffel auch so, bevor es dann so verworren wurde und die immer mehr in den Hintergrund gerückt ist. Ich hoffe das ändert sich nun wieder, weil so macht das aktuell einfach keinen Spaß. Eine Teenieserie braucht solide Freundschaften, das finde ich dort noch viel wichtiger, als in anderen Serien, gerade weil das die Themen sind, die die Zielgruppe ja auch bewegen.

    Die Kiddies von Stranger Things finde ich auch toll, bin gespannt wie das sich noch entwickelt. Solche Freundschaften halten ja nicht immer ein Leben, mal schauen, ob man den Weg auch in der Serie geht.

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