„Zerrissene Erde“: Anders & innovativ| Rezension

Die Welt steht vor dem Abgrund. Die Menschen haben die Ressourcen gierig ausgeschöpft und erhalten jetzt ihre Abrechnung: Erdbeben und Vulkanausbrüche toben über das Land her. In mitten dessen sucht Essun ihre Tochter, nachdem ihr Mann ihren Sohn umgebracht hat – als er von ihrer gefürchteten Fähigkeit erfuhr…  Das ist der Ausgangspunkt des dystopischen Endzeit Fantasy/ Sci-Fiction Romans Zerrissene Erde der amerikanischen Autorin N.K. Jemisin, die für ihr Werk 2016 mit dem Hugo Award ausgezeichnet wurde. Und das nicht ohne Grund.

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Pans Labyrinth: Vom Film zum Buch

Kann es funktionieren, aus einem Film ein Buch zu machen? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich davon gehört habe, dass die deutsche Autorin Cornelia Funke die Verschriftlichung von Guillermo del Toros Meisterwerk Pans Labyrinth übernehmen wird. Da es zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört, den ich für ein Essay im Zuge eines Seminars zu Fantasy und Fantastik im Studium mehrmals gesehen habe (einmal auch Sequenz für Sequenz), war ich gleichzeitig erfreut und skeptisch.

Positiv anzumerken ist direkt die Covergestaltung. Ich bin selten von einem Cover hin Weiterlesen

1984 und die Vergangenheit des freien Gedankens [Klassiker Vorstellung]

„Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? […] ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

Dieses Zitat stammt von Franz Kafka und passt perfekt zu dem Gefühl, das George Orwells Klassiker 1984 in mir ausgelöst hat. Es hat sich wie ein Faustschlag angefühlt, der beim Fortschreiten des Buches immer stärker wurde. Ich habe schon einige Dystopien gelesen, doch keine konnte mit dem tiefgreifenden Pessimismus von 1984 mithalten. Der von Orwells erschaffene Überwachungsstaat lässt einen Schaudern, denn freie Gedanken sind untersagt. Was bleibt von dem Menschen übrig, wenn ihm seine Gedanken genommen werden? Ist der Mensch dann überhaupt noch ein Mensch? Jeder Weiterlesen

Warum mich „Den Mund voll ungesagter Dinge“ mit gemischten Gefühle zurückgelassen hat [Rezension]

Es gibt Bücher, die es schaffen einen vollständig zu begeistern. Dann gibt es Bücher, die in die Kategorie „in Ordnung“ fallen und welche, bei dem die Lesezeit einer Vergeudung der Lebenszeit gleichkommt. Wiederum andere lassen einen mit einem gemischten Gefühl zurück. „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von der deutschen Autorin Anne Freytag habe ich auf der einen Seite geliebt und auf der anderen Seite sind mir einige Dinge negativ aufgestoßen. Warum das so ist, erzähle ich heute.

Zunächst einmal worum geht es?
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Warum The Hate U Give so wichtig ist [Buchvorstellung]

“Listen! The Hate U—the letter U—Give Little Infants Fucks Everybody. T-H-U-G L-I-F-E. Meaning what society give us as youth, it bites them in the ass when we wild out. Get it?” “Damn.” (Khalil, p. 21)

Unbewaffnet und ohne eine Gefährdung dazustellen, wird der 16-jährige Khalil von einem weißen Polizisten erschossen. Starr Carter ist die einzige Zeugin des Verbrechens – soll sie ihre Stimme erheben?

Über den Hintergrund. Die Ermordung des  22-jährige Oscar Grant im Januar 2009 Weiterlesen