Harry Potter Monat Teil 2

Unsere Lieblinge der magischen Welt

NADINE

Lieblingscharaktere:

Hermine Granger: Mein Vorbild von Kindertagen. Ich glaube, es gibt schlechtere Vorbilder als eine kluge und fleißige Hexe, die stets in ein Buch vertieft ist, oder?

Fred & George Weasley: Die beiden gehören einfach zusammen, deswegen musste ich sie hier zusammen auflisten. Umso trauriger war Freds Tod, der die beiden Zwillinge auseinandergerissen hat. Oft haben sie mich zum Lachen gebracht mit ihren Scherzen über Percy oder im zweiten Teil, als sie es ins Lächerliche gezogen haben, dass Harry für den Erben Salazar Slytherins gehalten wurde.

Sirius Black: Er ist einfach cool, vielleicht auch deswegen, weil er mit Snape zu den wenigen ambivalenten Charakteren gehört. Ich mochte die Beziehung zwischen ihm und Harry, der durch ihn eine Art Vaterersatz bekommen hat, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Wie Harry wollte ich im fünften Buch seinen Tod nicht wahrhaben.

Neville Longbottom: Der tollpatschige, stets Angst habende kleine Junge mausert sich zum Held der Geschichte. Mut kann auf unterschiedliche Art und Weisen gezeigt werden. Schade, dass ihm im Film nur wenig Aufmerksamkeit zugekommen ist.

Lieblingsorte:

Hogwarts: Natürlich musste hier Hogwarts aufgelistet werden oder gibt es einen magischeren Ort? Mit seinen sich verschiebenden Treppen, den versteckten Winkeln und den Geheimnissen, den Schlossgeistern, dem angrenzenden verbotenen Wald…

Der Raum der Wünsche: Ja ich weiß, dieser Raum liegt in Hogwarts, aber er verdient eine extra Nennung, weil ich die Idee dahinter schön finde (und zudem sehr praktisch, wenn man zum Beispiel dringend auf die Toilette muss :D)

Der Fuchsbau: Ron ist seine Heimat und Herkunft teilweise etwas peinlich, dabei ist es wunderschön gemütlich. Es erinnert einen, mit seinen immer höhergebauten Etagen, an den schiefen Turm von Pisa. Ein klassisches Vorzeigehaus ist es zwar nicht und mit den Gnomen im Garten würden sie auch nicht für den schönsten Garten Englands ausgezeichnet werden, dafür strahlt der Fuchsbau Wärme und familiäre Geborgenheit aus.

Lieblingszaubersprüche:

Accio: Wo habe ich schon wieder meinen Schlüssel hingetan…? Ach, da ist der! Und wo ist mein Handy? Eben hatte ich es doch noch in der Hand…
Wie schön wäre es, einfach kurz Accio Handy zusagen und zack: da ist er. Würde mir als chaotische Person, die ständig irgendwelche Sachen verlegt, wirklich helfen und kostbare Zeit sparen.

Ausdehnungszauber: Ebenfalls ein ausgesprochen praktischer Zauber. Erinnert ihr euch daran, was Hermine alles im siebten Teil in ihrer Tasche hatte, selbst für einen großen Bilderrahmen war Platz! Endlich könnte man seinen ganzen Kram in eine kleine Tasche packen und auch das Reisen wäre um einiges angenehmer.

Expecto patronum: Ein Zauberspruch, bei dem die Bedeutung einfach wunderschön ist, mit einer positiven Erinnerung das Böse zu besiegen.

Lieblingswesen:

Hippogreif (Seidenschnabel): Der eigentliche Star des dritten Teils. Während mir die CGI Gestaltung der Wesen im Film Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind zum größten Teil nicht zugesagt haben, fand ich Seidenschnabel gelungen. Hypogreife sind stolze, anmutige Wesen. Ich wäre auch gerne mit Seidenschnabel über den See geflogen.

Phoenix: Ein Phoenix steht aus der Asche neu auf und zudem kann eine Träne sogar Verletzungen mit Basiliskengift heilen. „Voll krass!“, wie Ron sagen würde.

Thestrale: Können nur von denen gesehen werden, die dem Tod ins Auge geblickt haben. Traurig, aber gleichzeitig auch faszinierende Wesen. Stelle es mir auch seltsam vor, auf etwas, das für mich unsichtbar ist, durch die Luft zu fliegen.

SARAH

Lieblingscharaktere:

Dobby: Der kleine Hauself hat mich begeistert, seit er zum ersten Mal bei Harry aufgetaucht ist. Umso schöner, als er befreit werden kann und als freier Elf weiterhin für die Geschichte wichtig ist. Leider ist auch Dobby einer der Charaktere, die uns am Ende verlässt, und ich musste einige Tränen bei seinem Tod verdrücken.

Severus Snape: In jeder Schule gibt es diesen einen Lehrer, der einen nicht ausstehen kann und das beruht meist auf Gegenseitigkeit. Anfangs scheint der Meister der Zaubertränke so ein Lehrer zu sein und auch noch auf Voldemorts Seite zu stehen. Aber Snape ist mehr als das. Er zeigt sich immer mehr als vielschichtiger Charakter und – was man sich am Anfang der Geschichte niemals vorzustellen wagt – am Ende weint man sogar bei seinem Tod, weil er immer ein gutes Herz hatte.

Hermine Granger: Ein wunderbaress Vorbild für alle Mädchen, die sehr schlau sind und dafür schon mal schief angeschaut werden. Denn man kann trotzdem wunderbare Freunde finden und tolle Abenteuer erleben (und dabei ist Intelligenz manchmal sehr wichtig). Außerdem habe ich Hermine (deren englischen Namen Hermione ich fast noch ein bisschen schöner finde) immer dafür bewundert, dass sie als Tochter  von Mugglen so ehrgeizig war und sich das auch nicht durch Beschimpfungen vermiesen ließ.

Lieblingsorte:

Gleis 9 3/4: Ich fahre wirklich gerne mit dem Zug, musste dabei aber schon viel zu oft an gruseligen Bahnhöfen die Zeit totschlagen. Da wünscht man sich doch öfters, dass sich einfach zwischen Bahnsteig 9 und 10 der Weg nach Hogwarts öffnet und man mit der Dampflok durch die grüne Hügellandschaft entfliehen kann.

Dumbledores Büro: Genau genommen ist es das Schulleiterbüro, aber für mich bleibt es Dumbeldores. Schon der Eingang mit dem Wendeltreppe, die von einem Wasserspeier bewacht wird, ist faszinierend. Dann das Büro selbst mit den Bildern der ehemaligen Schulleitern an den Wänden, die manchmal für einen Plausch zu haben sind. Und zu Dumbledores Zeiten natürlich Fawkes, der treue Phönix, der einem einen Schrecken einjagen kann, wenn er in Flammen aufgeht. Außerdem hätte ich gerne ein Denkarium, um schöne Erinnerungen nicht mehr zu vergessen und vielleicht auch lästige loszuwerden.

Magische Zelte: Die kann man zwar nicht wirklich als Ort bezeichnen, aber trotzdem muss ich sie hier unbedingt erwähnen. Man muss wissen, dass ich zelten eigentlich hasse. Viel zu eng und kalt oder warm kann es in so einem Ding werden. Da wünsche ich mir doch jedes Mal ein magisches Zelt, das von außen klein und praktisch aussieht, innen aber den Platz und die Einrichtung einer gemütlichen Wohnung hergibt. Damit würde wahrscheinlich sogar ich ein Festival besuchen.

Lieblingszaubersprüche:

Wingardium Leviosa: An diesem Zauberspruch mag ich vor allem seinen Namen und wie Hermine ihn im ersten Schuljahr lernt. Allerdings könnte es beim Wohnung umräumen sicherlich auch ganz praktisch sein, das ein oder andere Möbelstück schweben zu lassen.

Riddikulus: Auch wenn mir hoffentlich niemals ein Irrwicht begegnet (obwohl ich neugierig wäre, in was er sich bei mir verwandelt), gefällt mir die Idee dieses Zaubers. Etwas, wovor man Angst hat, in etwas Lächerliches zu verwandeln, klappt manchmal vielleicht auch ganz ohne Magie.

Expecto Patronum: Wieder hoffe ich, niemals auf Dementoren zu treffen, aber wenn, wäre ich sehr gespannt, wie wohl mein Patronus aussehen würde (ob es den auch in Fischform gibt?).

Lieblingswesen:

Niffler: Diese putzigen, diebischen Tierchen kommen zwar im ursprünglichen Harry Potter nicht ausführlich vor, aber trotzdem mag ich sie viel zu sehr, als sie hier nicht zu erwähnen. Auch wenn ein Niffler ein denkbar schlechtes Haustier für mich wäre, würde er doch meinen ganzen Schmuck klauen.

Hippogreif (Seidenschnabel): Wie habe ich nicht mitgefiebert, als mein Liebling Seidenschnabel im dritten Teil fast hingerichtet worden wäre. Dieses magische Tierwesen hat mich mit seinem stolzen Auftreten begeistert und ich hätte so gerne mit Harry bei einem Flug auf diesem majestätischen Tier getauscht.

Bowtruckle: Wieder ein Wesen, dass erst in Phantastische Tierwesen seinen großen Auftritt hat, was es in meinen Augen aber nicht minder niedlich erscheinen lässt. Auch wenn die kleinen grünen Kerlchen mit ihren scharfen Krallen sicherlich ganz schön gefährlich sein können.

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Wer würde seine nächste Zugfahrt nicht gerne hier beginnen?

Wer sind eure Lieblinge aus der magischen Welt? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar oder schreibt Nadine auf Twitter. Und freut euch nächste Woche auf einen Beitrag über Harry Potter auf der Theaterbühne.

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Harry Potter Monat Teil 1

Ein Gespräch über unsere Liebe zur magischen Welt von Hogwarts und Co.

VON NADINE UND SARAH

Sarah: Hey Nadine! Weißt du, was ich heute gelesen habe? Am 28. Juli vor 20 Jahren erschien das erste Harry Potter Buch auf Deutsch. Kannst du
dir das vorstellen? So lange ist das schon her… Und mich fasziniert
diese ganze Geschichte heute immer noch sehr. Die Filme finde ich auch
richtig gelungen und das passiert bei Buchverfilmungen ja leider nicht
immer. Aber was gefällt dir eigentlich besser, Buch oder Film?

Nadine: Nach 20 Jahren hat sich an der Faszination von Harry Potter nichts geändert. Sei es durch das Theaterstück oder die Filme – Harry Potter hat immer noch einen großen Stellenwert und ich bin immer noch von der Geschichte begeistert, wie ich es als kleines Kind war.
Ich glaube, als Buchleserin ist die Antwort klar, welches man bevorzugt. In den Büchern gibt es Peeves, über Neville wird viel mehr berichtet… Ich könnte die Liste jetzt ewig weiterführen. Aber ich liebe auch die Filme. Die Filme bringen das Gefühl rüber, welches ich beim Lesen hatte. Schon wenn ich die Musik höre bekomme ich eine Gänsehaut. Besonders die ersten Filme kann ich fast fließend mitsprechen, so oft habe ich sie mittlerweile schon gesehen. Ich könnte mich nicht festlegen, welchen Film und/ oder Buch mein Lieblingsteil ist, wie sieht es bei dir aus?

Sarah: Das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich mag es, dass die ersten Bücher noch relativ kurz und einfach gehalten sind, aber sie die Geschichte trotzdem ganz wunderbar anfangen zu erzählen. Später wird die Handlung komplexer, düsterer und immer spannender, das liebe ich an den letzten Teilen. Auch in den Filmen kann ich mich nicht wirklich festlegen, da ich es lustig finde, den Schauspielern beim Heranwachsen zuzusehen, wie jung und etwas unbeholfen sie noch im ersten Teil waren und dann mit der ganzen Harry Potter Welt erwachsener wurden. Ich mag in jedem Teil einfach diesen Gedanken, dass es eigentlich ein ganz normales Schuljahr an einer magischen Schule ist und trotzdem immer irgendetwas Spannendes oder Verrücktes passiert und es nie langweilig wird. Welcher Schüler wünscht sich das nicht und vor allem, welches Kind der Harry Potter Zeit wartet nicht bis heute noch auf seinen Brief aus Hogwarts? Wie sieht es bei dir aus, wie würdest du dir deine Zeit dort vorstellen, wenn sich dieser Traum für dich erfüllt hätte? In welchem Haus wärst du wohl?

Nadine: Ja der Brief… Ich war wirklich traurig, als ich mit elf keinen Brief erhalten habe. War bestimmt so eine Eule wie Errol, der sich nur verflogen hat und seit zehn Jahren durch Europa fliegt. Irgendwann wird er ankommen, da bin ich mir ganz sicher.
Kleine Anekdote dazu: Ehemalige Schulfreunde von mir haben mal eine Harry Potter Geburtstagsmottoparty veranstaltet, und da hat jeder einen selbstgestaltenen, originalgetreuer Brief bekommen. Zwar auf modernen Muggelpostwegen, aber trotzdem.
Nun zu der Sache mit dem Haus: Als ich das erste Mal den Test auf Pottermore gemacht habe, ist Hufflepuff rausgekommen. Nach der Aktualisierung der Seite war es dann einmal Gryffindor und dann Ravenclaw. Also wo gehöre ich jetzt hin? Ich finde dies schwierig, weil ein Mensch komplexer ist und verschiedene Charaktereigenschaften der jeweiligen Häuser besitzt. Aber nachdem ich mich nach dem ersten Test mehr mit dem Haus Hufflepuff beschäftigt habe, muss ich sagen, dass ich dort am besten aufgehoben bin. Hufflepuff ist nämlich ein tolles Haus, dass einfach zu sehr mit Vorurteilen belastet ist à la „da sind nur Looser drin“. Dabei sind Eigenschaften wie Loyalität, Hilfsbereitschaft und Fleiß, positive Attituden. Zudem sind Hufflepuff auch mutig, nur statt sich wie Gryffindors Hals über Kopf in eine Gefahr zu stürzen, kommen sie aus ihrem Dachsbau dann hervor, wenn es wirklich notwendig ist, wenn beispielsweise Freunde in Gefahr sind. Und ist das nicht viel intelligenter? Beispielsweise würde ich nicht freiwillig von einem zehn Meterturm springen, würde aber das Leben eines Freundes davon abhängig sein, würde ich meine Arschbacken zusammenkneifen und springen.
Wenn ich in Hogwarts wäre, würde ich mich über die Mitschüler der anderen Häuser aufregen, die meinen würden, dass wir Hufflepuff nichts drauf hätten. Hier wäre ich so ehrgeizig, dass ich alles daransetzen würde, ihnen das Gegenteil zu beweisen. Ansonsten würde ich mich über das ganze leckere Essen freuen, darüber das Schloss zu erkunden und durch Hogsmead zu bummeln und in den drei Besen mit meinen Freunden ein Butterbier zu trinken. Besonders auf die Zauberkunsstunden und Verteidigung gegen die Dunklen Künste würde ich mich freuen. Ach ja und natürlich fliegen, obwohl ich glaube, dass ich da eher eine Hermine oder ein Neville wäre.
Wie sieht es bei dir aus? Auf was würdest du dich am meisten freuen und welches Haus ist deins?

Sarah: Ich glaube, ich würde meine ersten Tage in Hogwarts damit verbringen, diese faszinierenden sich bewegenden Treppen zu erkunden und wo sie überall hinführen. Hoffentlich ohne mich zu verlaufen, denn das schaffe ich selbst an meiner kleinen ganz realen Uni manchmal. Den Unterricht fände ich auch sehr spannend, vor allem Zauberkunst, weil man da endlich richtig zaubern könnte. Und auf einem Besen würde ich auch gerne fliegen, obwohl für mich sicherlich kein Platz im Quidditch Team wäre, Ballsportarten sind nicht so meins. Nach dem Unterricht dann das weitläufige Gelände erkunden, Hagrid in seiner Hütte besuchen… Da kann man richtig ins Träumen kommen. Aber zu welchem Haus ich gehören würde? Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ein lustiger Test im Internet steckte mich zu gleichen Teilen nach Hufflepuff und Slytherin, eine sehr interessante Kombination. Im Hogwarts Mystery Spiel habe ich mir Rawenclaw ausgesucht. Und als ich die Bücher das erste Mal las, träumte ich davon, auch ein Gryffendor zu sein. Diese Entscheidung müsste dann also doch ganz alleine der sprechende Hut treffen. Eine Frage habe ich noch an dich, bevor wir weiter unseren Harry Potter Monat vorbereiten. Welche drei Dinge in Verbindung mit der Geschichte um unseren Lieblingsmagier möchtest du noch erleben?

Nadine: Unbedingt mit den Hogwarts Express, dem Jacobite Steam Train, durch Schottland fahren. Ein absoluter Traum von mir! Ansonsten die Harry Potter Studio Tour in London machen und mir das The Cursed Child ebenfalls in London anschauen!! Und weißt du was das Beste an der Sache ist? Beides werden wir nächsten Jahr im März machen!! Schon bei dem Gedanken werde ich ganz hibbelig!
Was waren deine schönsten Harry Potter Momente? Bei mir war es eindeutig der Besuch der Christ Church in Oxford, in der die Filme gedreht wurden. Das hat meine Abschlussfahrt nach England wirklich unvergesslich gemacht.

Sarah: Ohja, unser Ausflug nächstes Jahr nach London wird bestimmt wundervoll. Ich freue mich schon sehr auf alles, was wir dort erleben werden.
Richtige Harry Potter Momente an Drehorten oder ähnliches hatte ich leider noch nicht, weil auf unserer England-Klassenfahrt keine Zeit für solche schönen Entdeckungen blieb. Dafür erinnere ich mich gerne an die Kinobesuche mit meinem Papa zu den letzten Harry Potter Filmen (als der erste in die Kinos kam, war ich dazu noch zu jung). Und wie ich mit meinem Freund einige Teile geschaut habe und wir beide sofort wussten, was als nächstes passiert und welche Stellen wir besonders mögen. Und immer, wenn irgendwo die Titelmelodie (Hedwig’s Theme) erklingt, bekomme ich eine Gänsehaut. (Ihr habt sie jetzt bestimmt alle im Ohr.)

Was würdet ihr, liebe Leser, auf unsere Fragen antworten? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar oder schreibt Nadine auf Twitter. Dann wird die Wartezeit bis zum nächsten Beitrag in einer Woche auch nicht ganz so lang.

Was geschah… im Juli 2018

NADINE

Dieser Monat stand im Zeichen von Prüfungen, Prüfungen und Prüfungen. Aus diesem Grund habe ich weder viel Zeit zum Lesen, noch zum Schauen von Filmen, gefunden. Aber bald ist die Zeit auch wieder rum und ich habe noch etwas Zeit zum Entspannen, bevor dann mein dreiwöchiges Praktikum beginnt.

Gelesen:

*Die drei Sonnen von Cixin Liu: Das Buch habe ich letzten Monat begonnen und diesen Monat beendet.
Da ich extrem schlecht daran bin, den Inhalt einer Geschichte kurz und verständlich wieder zu geben, hier der Klappentext:
China, Ende der 1960er-Jahre: Während im ganzen Land die Kulturrevolution tobt, beginnt eine kleine Gruppe von Astrophysikern, Politkommissaren und Ingenieuren ein streng geheimes Forschungsprojekt. Ihre Aufgabe: Signale ins All zu senden und noch vor allen anderen Nationen Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen. Fünfzig Jahre später wird diese Vision Wirklichkeit – auf eine so erschreckende, umwälzende und globale Weise, dass dieser Kontakt das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird. (Quelle: https://www.amazon.de/Die-drei-Sonnen-Roman-Trisolaris-Trilogie/dp/3453317165)

Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Idee dahinter faszinierend, auch wenn ich leider Null Ahnung von Physik, Chemie oder dergleichen habe, hat es mich gepackt und ich fand die Sache mit dem Computerspiel eine gute Idee. Die Geschichte fängt stark an, lässt aber, insbesondere was die Erzählgestaltung betrifft, etwas nach. Über eine Sache am Ende bin ich mir auch nicht sicher, ob ich es cool oder total bescheuert finden soll (Leser wissen bestimmt was ich meine). Die Charaktere bleiben blass, ohne jegliche Konturen. Emotionale Bindung aufbauen? Fehlanzeige. Dennoch hat die Story mich gepackt und ich werde mir den zweiten Teil holen, um zu erfahren wie es weiter geht. Ich bin gespannt, was auf mich zukommen wird und ob die Gesellschaftskritik weiter ausgeführt wird.

Freut euch bald auf eine längere Rezension zu dem Buch in einer etwas anderen Form…

Gesehen:

*Requiem for a dream:
Kurzbeschreibung: Eine Schar von Verlierern: Harry ist ein kleiner Dealer in Brooklyn, immer auf der Suche nach dem nächsten Schuß und voller Hoffnung auf das große Geld. Er und sein Freund Tyrone strecken Heroin und sind auf dem Weg nach Florida, um es dort an den Mann zu bringen. Harrys Freundin Marion bleibt in New York. Sie ist schön, aus gutem Haus – und ebenfalls hoffnungslos süchtig. Mit dem Dealer Big Tim tauscht sie Sex gegen Dope. Harrys Mutter hingegen scheint einen Treffer gelandet zu haben: Sie ist als Kandidatin für ihre Lieblings-TV-Show eingeladen. Bis zu ihrem Auftritt möchte sie mit Hilfe von Appetitzüglern abnehmen. Doch durch ihren Pillenkonsum verliert sie völlig den Kontakt zur Realität… (Quelle: https://www.amazon.de/Requiem-Dream-Ellen-Burstyn/dp/B00005UE6T)

Eigentlich habe ich mir geschworen, mir diesen Film kein zweites Mal anzusehen. Wieso? Weil der Film einen seelisch fertig macht. Warum ich mir den Film dennoch ein zweites Mal angesehen habe? Weil ich einen Film für eine Hausarbeit benötigte und mir dieser sofort beim Überlegen eingefallen ist. Requiem for a dream ist harte Kost und gleichzeitig großes Kino. Wie der Regisseur den seelischen Fall seiner Protagonisten darstellt, meisterlich. Der Film ist schnell geschnitten, hat viele Parallelmontagen und dann diese Musik! Wie ihr merkt, der Film hat es mir angetan.

*Der Geschmack von Rost und Knochen:
Kurzbeschreibung: Steph geht in ihrem Beruf als Waltrainerin im südfranzösischen Marineland auf. Der bullige Ali, der mit seinem fünfjährigen Sohn bei seiner Schwester Unterschlupf und schließlich Arbeit als Türsteher einer Disco gefunden hat, rettet Steph vor einem prügelnden Gast. Danach gehen beide wieder ihrer Wege. Bis Steph bei einem Unfall ihre Beine verliert. Sie nimmt instinktiv Kontakt zu Ali auf, weil er der einzige ist, von dem sie sich erwartet, dass er sie nicht bemitleiden wird. (Quelle: https://www.amazon.de/Geschmack-von-Rost-Knochen/dp/B00CGBAHAO)

Ein ruhig erzählter Film, der sich Zeit für seine Protagonisten lässt. Sehr berührend. Eine Szene nimmt einen wirklich emotional mit. Marion Cotillard ist einfach bezaubernd, ich liebe diese Frau. Auch Matthias Schoenaerts macht seine Arbeit mehr als ordentlich und schafft es sympathisch und unsympathisch gleichzeitig zu sein. Oft wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte. Bei den Verletzungen von Steph ist die Kamera stets dabei und zeigt alles schonungslos. Lasst euch auf den Film ein 🙂

*The Greatest Showmann:
Kurzbeschreibung: Barnum kommt als Assistent seines Vaters, eines armen Schneiders, auch in die Villen der Reichen. Dort lernt er ein Mädchen kennen, in das er sich schon als Junge verliebt. Doch sie muss aufs Internat und er nach dem Tod seines Vaters versuchen, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Er heiratet sie, als er alt genug ist, gegen den Willen ihrer Eltern. Nachdem er seinen langweiligen Job verliert, stürzt er sich in die Realisierung seines Kindheitstraums, die Menschen zum Staunen zu bringen. (Quelle: https://www.amazon.de/Greatest-Showman-dt-Hugh-Jackman/dp/B078RVB22Z)

Leider im Kino verpasst, jetzt endlich nachgeholt und ach ist dieser Film toll! Ein Film fürs Herz. Geradlinige Story mit klarer Message: Du bist toll so wie du bist, verstecke dich nicht! Kann plakative sein, ist es aber nicht. Wunderschön, charmant und voller Ohrwurmlieder, bei den ich am liebsten aufspringen, mitklatschen, tanzen und singen wollte. Ratet mal, welcher Soundrack jetzt bei mir rauf und runter läuft.

*13 Reasons Why (zweite Staffel): Hat es wirklich eine zweite Staffel benötigt? Das habe ich mich beim Schauen häufiger gefragt. Teilweise hat die Handlung sich wirklich gezogen. Dabei hat die Geschichte Potential, das leider aber nicht genutzt wurde.

*Once upon a time (erste Staffel): In Storybrooke sind Märchenfiguren gefangen und können sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Nur eine Person kann den Fluch stoppen. Von den Effekten wird es oft billig, da ist man mittlerweile einfach Besseres gewöhnt. Dennoch ganz nett und perfekt für eine kleine Lernpause.

*Orange ist the new black (Anfang der 6. Staffel): Die Frauengefängnisserie geht in eine weitere Runde, da ich noch am Anfang bin, kann ich zu der neuen Staffel noch nichts sagen.

SARAH

Gelesen:

*Panikpark (Gänsehaut) von R. L. Stine: Eine der liebsten Kindergeschichten meines Freundes, die ich mir nun unbedingt mal durchlesen sollte. Ich habe in meiner Kindheit nie solche Bücher gelesen, obwohl einige Jungs sie mal im Deutschunterricht vorgestellt hatten. Und jetzt bin ich darüber eigentlich ganz froh, denn so wirklich harmlos fand ich die Geschichte gar nicht. Es ist natürlich kein Horror oder Thriller auf Erwachsenenniveau, aber ich hab trotzdem schnell fertig gelesen, damit ich nicht von Monstern träumen muss. Auch wenn das Ende dann natürlich wieder sehr kindgerecht war, da man die Monster kaputtkneifen konnte.

Gesehen:

*Hours – Wettlauf gegen die ZeitDiesen Film „musste“ ich schauen, weil der gute Paul Walker der absolute Lieblingsschauspieler meines Freundes ist. Und obwohl ich am Anfang nicht wirklich Lust auf den Film hatte, hat er mich doch echt gepackt. Während dem Hurrikan Katrina muss ein Vater sein Neugeborenes mit einer Beatmungsmaschine vor dem Tod retten, deren Batterie immer nur Strom für wenige Minuten spendet. Und wenn man so die Uhr immer wieder ablaufen sieht, fängt man doch an mitzufiebern. Auch wenn man bei solchen Filmen eigentlich schon vorher denkt und hofft, dass es ein Happy End in letzter Sekunde geben wird.

*Ocean’s 8: Diesen Frauenpower-Film habe ich natürlich zu einem netten Mädels-Kinoabend gesehen. Und ich muss vorweg sagen, dass ich bisher noch keinen der Ocean’s Filme mit George Clooney geschaut habe. Aber die braucht man auch nicht unbedingt, um dieses Spin-Off mit der Schwester Debbie Ocean zu verstehen. Hier geht es diesmal eben um gerissene Frauen (in toller Besetzung wie Anne Hathaway oder Sandra Bullock) und einen – wie könnte es dann anders sein – Schmuckraub. Ob der am Ende gelingt, möchte ich jetzt aber nicht verraten.

*Ein ganzes halbes Jahr: Als das Buch zu diesem Film herauskam, habe ich mich gesträubt es zu lesen, da ich damals nicht in der Stimmung für Liebesgeschichten war. Aber dann hat es mich so begeistert, da es einfach alles andere als eine bloße Romanze war und mich wirklich berührt hat. Nun habe ich mich auch lange um den Film gedrückt, da ich mir kaum vorstellen konnte, wie diese tolle Geschichte in bewegte Bilder umgesetzt werden soll. Aber auch hier wurde ich überrascht, da Lou genauso süß und bunt dargestellt und gespielt wurde, wie man sie sich wohl vorgestellt hat. Ebenso überzeugt mich Sam Claflin, der nur in Wills altem Leben ein totaler Sunnyboy ist. Und auch Matthew Lewis ist hier nicht der ewige Neville, sondern sehr überzeugend Lous nerviger Sportlerfreund. Ich war von diesem Film wirklich überrascht, denn ich wurde oft von Verfilmungen enttäsucht.

*Mamma Mia: Ich muss es zugeben – ich liebe die Musik von ABBA. Und bevor ich diesen Film vor Jahren im Kino gesehen hab, gab es ihn als Musical auf Deutsch. Das habe ich geliebt und konnte alle Texte auswendig. Dann kam also die Verfilmung auf Englisch und die wunderbare Musik konnte mich leider nicht über den schief singenden Pierce Brosnan hinwegtrösten. Trotzdem habe ich den Film nun nochmal gesehen und einfach ein bisschen lauter mitgesungen, wenn mich die Schauspieler nicht überzeugen konnten. Ansonsten finde ich die Story einfach witzig und freue mich sehr, bald den zweiten Teil im Kino zu sehen.

*Pixels: Obwohl mich dieser Film nicht zu hundert Prozent überzeugt, habe ich ihn nun schon zum zweiten Mal gesehen. Das lag aber vor allem an Kevin James, den mein Freund sehr mag und der in diesem Film einen durchaus witzigen amerikanischen Präsidenten gibt. Die Handlung ist für ältere (etwas älter als ich, nicht beleidigend gemeint) Leute, die noch mit den Videospielehallen groß geworden sind, sicherlich etwas cooler. Mir gefallen die Animationen (die auseinanderfallenden Pixel sehen schon verdammt echt aus) ziemlich gut, ansonsten ist die Story eines Angriffs von Außerirdischen in Form von Pacman und Co. aber ziemlich abgedreht.

*Two Broke Girls (Staffel 6): Leider die letzte Staffel der beiden verrückten Mädels und man merkt deutlich, dass da eine siebte Staffel fehlt, denn das Ende ist viel zu offen. Ansonsten eine super Serie für Lernpausen, da die Story nicht wirklich anspruchsvoll ist und die Witze manchmal doch sehr flach sind. Ich mag sie trotzdem gerne.

*New Girl (Staffel 6 und 7): Ich weiß noch genau, wie es war, die erste Staffel New Girl zu schauen. Damals, gerade frisch getrennt, schaut man der süßen Jess dabei zu, wie sie auch gerade verlassen wurde und heulend Dirty Dancing schaut. Sie hat die Trennung mit ihren coolen Mitbewohnern überwunden, ich ein bisschen auch mit ihr. Denn ich habe diese Serie geliebt und es war wunderbar die Schicksale und Veränderungen der einzelnen Charaktere zu verfolgen. Nun war es also an der Zeit für die vorletzte Staffel und nach dem Happy End musste ich mir unter Tränen noch schnell die letzte Staffel kaufen. Das Serienfinale ist (ohne zu viel verraten zu wollen) wie die ganze Serie:  freundschaftlich, berührend, irgendwie ziemlich traurig und am Ende trotzdem verdammt witzig. Mir werden Jess, Nick und die anderen verdammt fehlen, auch wenn ich es gut finde, die Geschichte an dieser Stelle beendet zu sehen. Man sollte manchmal doch aufhören, wenn es am schönsten ist.

Juli 2018(keiner der Hinweise auf Amazon ist ein Affiliate-Link, sie sollen euch bloß die Kurzbeschreibungen zeigen)

Monats-Special August

Vier Wochen im Zeichen unserer liebsten magischen Welt

VON SARAH

Hallo ihr Lieben!

Gestern vor 20 Jahren war ein wahrhaft magischer Tag. Ihr wisst nicht, warum? Nun, am 28. Juli 1998 erschien Harry Potter and the Philosopher’s Stone in der deutschen Übersetzung. Mit Harry Potter und der Stein der Weisen begannen wir alle unsere Reise in die Zauberwelt und während Harry wuchs und immer mehr dazu lernte, wurden auch wir erwachsen, aber haben unsere Faszination für den Jungen, der überlebte, und all die anderen wunderbaren Charaktere nie verloren.

Heute, wo die Bücher längst alle erschienen und die Filme abgedreht sind, können wir J. K. Rowlings Meisterwerke trotzdem nicht einfach so ins Regal stellen. Und deshalb wollen wir diesen August zu unserem „Harry Potter Monat“ machen und euch an den kommenden vier Sonntagen wieder ein bisschen Magie zurückbringen.

Am 5. August starten wir mit einem Gespräch, das sicherlich jeder Bücherfreund schon einmal geführt hat. Sag mal, was liebst du eigentlich an Harry Potter? In welchem Haus wärst du wohl? Nadine und ich haben uns da einige Fragen zu stellen.

Ganz im Zeichen unserer Lieblinge steht der 12. August, denn wir erzählen euch, welche Charaktere und Orte in der magischen Welt uns am meisten berührt, begeistert oder interessiert haben.

Am 19. August will Nadine ihre Vorfreude mit euch teilen. Wir haben es nämlich wirklich geschafft und Karten für Harry Potter and the Cursed Child im nächsten März in London ergattert. Freut euch also mit uns und erfahrt mehr über den achten Band und das Theaterstück.

Unser besonderer Monat endet am 26. August mit einem kleinen Beitrag von mir, der euch mit in die digitale Welt von Harry Potter nehmen soll. Vielleicht sitzt der ein oder andere von euch ja auch immer gebannt vor seinem Handy und wartet auf neue Energie in Hogwarts Mystery, um weiter die verwunschenen Verliese zu suchen.

Freut euch mit uns auf einem Monat voll Magie und Nostalgie, denn sicherlich werden auch viele Kindheitserinnerungen an vor 20 Jahren wach. Wie alt wart ihr, als der erste Harry Potter Band auf Deutsch erschien oder wann seid ihr damit das erste Mal in Berührung gekommen? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.

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Filme und ich

Meine Liebe zum gesprochenen Wort

VON NADINE

Schon seit ich klein bin, hege ich eine große Begeisterung für das Medium Film. Grund dafür sind meine Eltern, die früh mit mir ins Kino gegangen sind. Mit ihnen habe ich beispielsweise Pixafilme wie Findet Nemo, die Unglaublichen und WALL E gesehen. Ich habe es geliebt (und liebe es immer noch) ins Kino zu gehen. Den dunklen Saal mit seiner alles verschlingenden, riesigen Leinwand, in dem man für die Dauer des Films komplett abgeschottet von der Außenwelt ist. In diesem Moment gibt es nur noch die Geschichte, die erzählten Bilder. Alles andere tritt in den Hintergrund.

Da ich als Kind überhaupt nicht gerne einkaufen gegangen bin, haben meine Eltern mich in einen Film gesetzt, um währenddessen für sich in Ruhe Kleider kaufen zu gehen. Ja ihr habt richtig gelesen, meine Eltern haben mich im Kino abgesetzt. Während der größte Teil meines Freundeskreises heute noch nicht alleine ins Kino gehen würden, habe ich es damals schon gerne gemacht. Während des Films sind Unterhaltungen eh verboten, also warum nicht?

Weil mit neun Jahren durch Harry Potter meine Begeisterung für das Fantasy Genre erwacht ist, habe ich mir daraufhin mit meinen Eltern Der König von Narnia angesehen. Diesen habe ich wegen seinen fantastischen Wesen und der Idee mit einer Welt hinter einem Kleiderschrank geliebt (wie cool ist das denn bitte??). Nach dem Kinobesuch hat mein Vater mir von Herr der Ringe erzählt, an den ihn der Film (in einer schlechteren Version) erinnerte hatte. Neugierig von der Geschichte mussten davon die DVDs her. Und ja, Herr der Ringe ist deutlich besser (Überaschung).

Wie kein anderer hat mein Vater meinen Filmgeschmack geprägt. Durch ihn habe ich unter anderem Zurück in die Zukunft, Terminator und Das Leben des Brian gesehen. Letzteres führte zu einem kleinen Running Gag zu Hause. Wenn meine Mutter mit etwas falsch liegt, bekommt sie immer von uns zu hören: „Auf den Poden mit dir, du pöser Pursche!“ Sie kann mit dem Humor von Monty Python überhaupt nichts anfangen und verdreht daraufhin als Antwort nur genervt die Augen.

Leider hat mein Vater die Angewohnheit Filme zu spoilern. So erzählte er mir in aller Genauigkeit das Ende von Einer flog übers Kuckucksnest und auch die komplette Handlung von Die Klapperschlange war mir schon vorher bekannt.

Durch seinen Einfluss habe ich mir schon früh gerne „alte Filme“ angesehen, was meine damaligen Klassenkameraden überhaupt nicht verstehen konnten. Die Filme von Matthias Schweighöfer sind doch so viel besser, hieß es da oft (über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über Qualität allerdings nicht).

Mein Traumberuf war daher auch lange Zeit Regisseurin zu werden. Ich träumte davon eigene Filme zu inszenieren und drehte ein paar kleine Videos mit meinen zwei Cousinen. Zum Glück sind die Aufnahmen verschollen, denn diese waren wirklich, wirklich schlecht. Denn abgesehen von unseren großartigen schauspielerischen Fähigkeiten besaß ich eine Kamera mit der man gerade so scharfe Bilder schießen konnte. Meinen Wunsch nach einer vernünftigen Kamera haben mir meine Eltern leider nie erfüllt. „Die sind doch viel zu teuer. Wofür brauchst du die denn?“, waren ihre Antworten auf mein Flehen. Da wollten zwei Personen einfach nicht in meine Filmkarriere investieren! Nach der katastrophalen Verfilmung eines meiner Lieblingskinderbücher Tintenherz, hegte sich in mir Entschluss, später vernünftige Buchverfilmungen zu produzieren. Bisher ist aus meiner glorreichen Filmkarriere leider nichts geworden, auch wenn ich nach dem Abitur überlegte hatte, in die Richtung zu studieren. Was aber geblieben ist, ist meine Begeisterung zu Filmen. Ferner bin ich mittlerweile davon weggegangen, diese lediglich aus einem emotionalen Blickwinkel zu betrachten. Stattdessen interessiert es mich nun, wie sie gemacht werden. Zwar studiere ich nur Germanistik, aber hier besteht gelegentlich die Möglichkeit, meine Begeisterung für Filme auszuleben. So zum Beispiel in ÄDL (Ältere deutsche Literatur, Anm. der Nichtgermanistin) mit einem Essay zu Game of Thrones oder in NDL (Neue deutsche Literatur, Anm. der Nichtgermanistin) mit einem Essay zu Pans Labyrinth.

An dieser Stelle könnte die Frage gestellt werden, wieso sich mit Filmen beschäftigen, wenn es doch reicht, diese einfach zu schauen und sich von ihnen berieseln zu lassen? Klar schalte ich auch gerne mal mein Gehirn aus, aber viel interessanter ist es, etwas mitzunehmen. Die Beschäftigung mit der Theorie führt dazu, Filme mit einem anderen Blick zu schauen, sie anders wahrzunehmen. Und ist das nicht faszinierend?

Passend hierzu empfehle ich euch zum Schluss ein spannendes und lehreiches Video zur „Magie und Psychologie des Filmschnitts“ des Youtube Kanals Cinema strikes back.